A01_Frühstückchen
Die erste Aufgabe bestand darin, aus einfachen geometrischen Grundformen ein kleines Frühstücksszenario zu gestalten. Dafür sollten wir zunächst eine Skizze anfertigen, die unsere Frühstücksidee in stark reduzierter Geometrie und ohne jegliche Kurven darstellt. Die Objekte sollten trotz der Vereinfachung klar erkennbar bleiben. Meine Formen waren, abgesehen vom Zopfbrot, relativ simpel und ließen sich daher gut in dieser reduzierten Darstellung umsetzen.
Anschließend übertrug ich die Skizze in den 3D-Raum und erstellt eine Low-Poly-Version, also eine Variante mit wenigen Vielecken und kantiger Anmutung. Ich begann mit den einfacheren Objekten wie dem Tablett, das ich aus einer Plane modellierte, und dem Teller, der auf einem Kreis basierte. Dabei nutzte ich das im Kurs erlernte Wissen so weit wie möglich. Das Zopfbrot war etwas komplexer, weshalb ich dafür ein Tutorial zurate zog und dabei gleichzeitig den Umgang mit Bézier-Kurven lernte.
Die anschließende Umwandlung in eine High-Poly-Version gelang durch den Einsatz des Subdivision Surface-Modifiers und der Auto Smooth-Funktion schnell und unkompliziert. Abschließend habe ich alle Objekte mit Materialien versehen und die Szene mit der Render Engine Cycles gerendert.
Insgesamt war diese Aufgabe ein gelungener Einstieg in die 3D-Modellierung und die Arbeit mit Blender. Die dabei erworbenen Grundlagen bildeten eine wertvolle Basis für die folgenden Projekte.
A02_Typoanimation
Finale Animation folgt noch
In der zweiten Aufgabe sollten wir eine Typografie-Animation erstellen. Ich habe mich thematisch dazu entschieden, beim Frühstück zu bleiben, und fand zusätzliche Inspiration auf YouTube. So entstand schließlich eine kurze Frühstücks-Fabrik-Animation .
Für die Typografie wollte ich das Wort Frühstück mit Marmelade schreiben und diese anschließend mit einem Messer auseinanderstreichen lassen. Bei der Umsetzung konnte ich mein bis dahin erworbenes Wissen in der Modellierung gezielt anwenden und gleichzeitig viel Neues über Curves und 3D-Animation lernen.
Die größte Herausforderung bestand darin, die Schrift verschwinden zu lassen, während gleichzeitig die glatt gestrichene Marmelade erscheint. Mithilfe eines speziellen Add-ons konnte ich dieses Problem jedoch erfolgreich lösen.
Insgesamt habe ich in dieser Aufgabe sowohl viele neue Techniken kennengelernt als auch bereits Erlerntes vertiefen können. Besonders deutlich wurde mir dabei, dass ich mich künftig intensiver mit Materialien beschäftigen möchte. Trotz des hohen Aufwands hat mir das Projekt viel Spaß gemacht und meine Motivation gestärkt, mich weiter in Blender einzuarbeiten.
A03_Steckfigur- Cone Küken
Die letzte Aufgabe bestand darin, eine eigene Figur für die „Dessauer Steckers“ zu entwerfen und diese in Blender umzusetzen. Dazu gehörten außerdem die Gestaltung der Verpackung sowie eines passenden Verkaufsdisplays. Mein Hauptaugenmerk lag darauf, eine ästhetisch ansprechende und eher niedliche Figur zu kreieren. Dabei setzte ich mir zunächst keine Grenzen im Design, sondern eignete mir fehlende Blender-Fähigkeiten gezielt durch Tutorials an.
Mein „Cone Küken“ besteht überwiegend aus weichen, runden Formen, was ihm eine harmonische und freundliche Ausstrahlung verleiht. Das Gesicht ist schlicht gehalten, aber dennoch ausdrucksstark. Für zusätzliche Stabilität habe ich eine Basis integriert. Das Modellieren der Figur war aufwendig und zeitintensiv, jedoch konnte ich dabei sehr viel lernen – insbesondere im Umgang mit Modifiern. Den Spiegelmodifier nutzte ich häufig, vor allem beim Gesicht. Der gesamte Prozess hat mir großen Spaß gemacht und mich gut auf die letzten beiden Teile der Aufgabe vorbereitet.
Die Gestaltung der Verpackung fiel mir relativ leicht, da ich bereits eine vorhandene Designvorlage anpassen konnte. Ich entschied mich, die Figur aus verschiedenen Perspektiven zu zeigen und die Verpackung durch die Farbwahl sowie den Einsatz eines Rundbogens optisch zu „verniedlichen“. Dabei erhielt ich auch erste Einblicke in den Umgang mit UV-Meshes und dem Shader Editor.
Abschließend entwarf ich das Verkaufsdisplay. Es sollte den Stil meiner Figur widerspiegeln, daher gestaltete ich es in Form eines riesigen Softeises. Auf der Eishaube thront meine Figur in übergroßer Ausführung, während die Waffel an der Seite als doppelseitiges Schild mit dem Namen des „Cone Küken“ dient. Der Bereich für die Figuren ist von vorne und hinten zugänglich, sodass sich der Warenträger ideal in der Mitte eines Ganges platzieren lässt. Zum Schluss animierte ich das Schild, sodass es sich leicht auf und ab bewegt. Für einen realistischen Effekt ergänzte ich an der Seite einen Schlitz als Führungselement.
Fazit
Dieser Kurs hat meine Erwartungen voll und ganz erfüllt. Durch die Kombination aus Vorlesungen, abwechslungsreichen praktischen Aufgaben und gezieltem Selbststudium konnte ich die Grundlagen der 3D-Visualisierung in Blender erfolgreich erlernen. Die Aufgaben waren stets klar strukturiert und verständlich formuliert, wodurch ich sie konzentriert und zielgerichtet bearbeiten konnte. Gleichzeitig boten sie genügend kreativen Spielraum, um das Schwierigkeitsniveau individuell anzupassen. Das durchgehend hilfreiche Feedback führte zu einem spürbaren Lerneffekt und sorgte für zusätzliche Motivation.
Mein Ziel in diesem Kurs war es, mir die Grundlagen von Blender anzueignen, um darauf eigenständig weiter aufbauen zu können. Außerdem wollte ich herausfinden, welche technischen Möglichkeiten das Programm bietet und wie diese umgesetzt werden können. Besonders die 3D-Modellierung hat mir großen Spaß gemacht – ich habe hier bereits viel gelernt, möchte mein Wissen in diesem Bereich aber weiter vertiefen. Auch die Arbeit mit Animationen fand ich sehr spannend, wenngleich sie für mich etwas herausfordernder war.
Zukünftig möchte ich sowohl meine technischen als auch meine gestalterischen Fähigkeiten in Blender weiter ausbauen. Besonders die Modellierung fasziniert mich, aber auch das Experimentieren mit unterschiedlichen Materialien und Texturen spricht mich sehr an. Ich habe bereits einige Tutorials gefunden, die mich für zukünftige Projekte inspirieren.
Insgesamt bin ich sehr stolz auf das, was ich in diesem Kurs gelernt und umgesetzt habe. Trotz des teilweise hohen Zeitaufwands – den ich mir zum Großteil selbst zuzuschreiben habe – hat mir das Arbeiten an den Projekten großen Spaß gemacht. Der Kurs hat mir die Grundlagen genau so vermittelt, wie ich es mir erhofft hatte, und mir große Lust auf zukünftige Arbeiten mit Blender gemacht.
Ein großes Dankeschön an Mathias für die großartige Unterstützung und stets lehrreichen Kurse!