Pro Portion I – Mahlen, Streuen, Schütten

Objektname: Dualis

Für das erste Projekt habe ich ein kugelförmiges Objekt entworfen, das zur Aufbewahrung und Nutzung von Salz und Zucker dient. Alternativ kann der untere Teil auch für schwarzen Pfeffer verwendet werden.

Die Grundidee war es, zwei sehr alltägliche und grundlegende Geschmacksrichtungen in einem einfachen, ruhigen Objekt zu vereinen. Die Kugel als Form steht dabei für Neutralität und Ausgewogenheit und liegt gut in der Hand.

Das Objekt besteht aus zwei separaten Teilen, die aufeinandergesetzt sind und sich voneinander trennen lassen. Der obere Teil ist für Salz gedacht, der untere für Zucker oder Pfeffer. Durch diese Trennung wird die Nutzung klar und funktional, gleichzeitig entsteht ein Kontrast zwischen den Inhalten.

Zu Beginn des Projekts habe ich mit Holz gearbeitet und versucht, die kugelige Form manuell herzustellen. Aufgrund der Weichheit des verwendeten Holzes sowie der begrenzten Möglichkeiten der Werkzeuge war es jedoch nicht möglich, eine präzise Kugelform zu erreichen.

Aus diesem Grund habe ich mich entschieden, den Entwurfs- und Herstellungsprozess zu ändern.

Das Objekt wurde anschließend digital mit Rhino modelliert und mithilfe eines 3D-Druckers gefertigt. Das verwendete Material erwies sich als sehr brüchig, was den Umgang mit dem Objekt beeinflusste und deutlich machte, wie stark Materialeigenschaften das Endergebnis prägen können.

Das Projekt verbindet für mich analoge und digitale Arbeitsweisen und zeigt den Einfluss von Materialentscheidungen auf Form und Funktion.

Pro Portion II – Quetschen, Drücken, Biegen

Objektname: Flex

Das zweite Projekt entstand im Rahmen der Aufgabe Quetschen, Drücken, Biegen. Ziel war es, ein Objekt zu entwerfen, das auf Druck und Bewegung reagiert.

Das Objekt lässt sich von oben und unten sowie von rechts und links zusammendrücken, wodurch sich seine Form verändert.

Der Fokus lag weniger auf einer konkreten Funktion, sondern vielmehr auf der haptischen Erfahrung und der Reaktion des Objekts auf Berührung und Bewegung. Das Zusammendrücken und Verformen ist ein zentraler Bestandteil des Entwurfs.

In diesem Projekt habe ich mich vor allem mit Formexperimenten und der Wirkung von Volumen unter Druck beschäftigt.

Fazit

Insgesamt waren beide Projekte ein wichtiger Lernprozess für mich. Besonders der Umgang mit 3D-Modellierung in Rhino sowie das Verständnis für das Zusammenspiel von Form, Material und Herstellungsprozess haben sich weiterentwickelt.

Im ersten Projekt habe ich die Grenzen von Holz und später die Eigenschaften eines sehr brüchigen 3D-Druck-Materials kennengelernt und gelernt, meine Entwürfe an reale Bedingungen anzupassen.

Das zweite Projekt hat mir geholfen, mich intensiver mit veränderbaren Formen und haptischer Interaktion auseinanderzusetzen.

Beide Arbeiten haben mir gezeigt, dass Experimentieren, Umdenken und das Anpassen von Ideen ein wesentlicher Teil des Gestaltungsprozesses sind.