Im Rahmen des Kurses beschäftigte ich mich mit der digitalen Gestaltung von dreidimensionalen Objekten, bei denen Form, Materialität und haptische Wahrnehmung im Vordergrund stehen. Der Fokus lag auf dem Entwerfen von Volumen, die entweder zur Interaktion oder zur funktionalen Nutzung anregen und dabei unterschiedliche Materialeigenschaften thematisieren. Mithilfe digitaler Modellierungsprogramme wurden organische Formen entwickelt, die sich sowohl für den 3D-Druck als auch für die Umsetzung in flexiblen oder transluzenten Materialien eignen. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf dem Zusammenspiel von Form, Oberfläche und Materialwirkung sowie auf der Frage, wie digitale Werkzeuge genutzt werden können, um physische Eigenschaften wie Quetschbarkeit, Transparenz und Volumen gestalterisch zu übersetzen. Die beiden entstandenen Objekte – das Gefäß Sugar Cone und das Quetschobjekt Blackberry – untersuchen diese Themen auf unterschiedliche Weise und zeigen zwei kontrastierende Ansätze im Umgang mit organischer Formgebung und Materialität.

1. Sugar Cone – Gefäß aus Zuckersirup

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Ziel dieser Aufgabe war die Gestaltung eines Gefäßes, bei dem Materialität, Lichtdurchlässigkeit und Form im Vordergrund stehen.

Idee

Das Objekt Sugar Cone ist von Zuckersirup inspiriert – einer zähflüssigen, fließenden Substanz. Diese Eigenschaft wurde in eine weich verlaufende, organische Form übersetzt. Das Gefäß ist für den Druck aus einem transluzenten Material gedacht, sodass Licht, Tiefe und Materialstärke sichtbar werden.

Prozess

Die Form entstand durch freies Experimentieren mit Volumen und Flächen. Gearbeitet wurde vollständig in Rhino, um eine präzise Kontrolle über Wandstärke, Übergänge und Druckbarkeit zu gewährleisten. Besonderes Augenmerk lag auf fließenden Linien und einer ruhigen, harmonischen Silhouette.

Ergebnis

Entstanden ist ein transluzentes Gefäß, dessen weiche Konturen und Lichtdurchlässigkeit eine organische, fast flüssige Wirkung erzeugen. Material und Form ergänzen sich und verweisen direkt auf die Inspiration durch Zuckersirup.

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2. Blackberry – Quetschobjekt / Stressobjekt

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Thema

Im Rahmen der Aufgabe zum Quetschen und Verformen sollte ein Objekt entstehen, das zur haptischen Interaktion anregt und gezielt Stress abbaut.

Idee

Das Quetschobjekt Blackberry orientiert sich an Stressbällen und organischen Bubble-Strukturen. Ziel war es, eine Oberfläche zu gestalten, bei der jede einzelne Bubble separat quetschbar ist. Dadurch verändert sich die Form lokal und global und lädt zu spielerischer Interaktion ein.

Prozess

Der Entwurfsprozess begann in Blender, da sich dort die organische Grundform und die Bubble-Struktur intuitiv entwickeln ließen. Anschließend wurde das Objekt in Rhino weiterbearbeitet, da sich dort das Erstellen eines sauberen Hohlkörpers mit definierter Wandstärke besser umsetzen ließ. Die einzelnen Volumenelemente wurden vereint und für eine flexible, quetschbare Materialität vorbereitet.

Ergebnis

Entstanden ist ein quetschbares Stressobjekt mit einer stark strukturierten Außenhaut und einem glatten Inneren. Die einzeln quetschbaren Bubbles reagieren direkt auf Druck und laden zum Greifen, Drücken und Umstülpen ein. Blackberry erfüllt die Aufgabe des Quetschens sowohl funktional als auch gestalterisch.

3. FAZIT

Durch die Arbeit an den beiden Objekten Sugar Cone und Blackberry konnte ich ein vertieftes Verständnis für organische Formgestaltung, Materialwirkung und digitale Modellierungsprozesse entwickeln. Besonders deutlich wurde für mich, wie stark sich die Wahrnehmung eines Objektes durch Materialeigenschaften wie Transluzenz, Flexibilität und Haptik verändert.

Die Kombination aus verschiedenen Programmen erwies sich als sinnvoll: Während sich organische Ideen in Blender schnell und intuitiv entwickeln ließen, bot Rhino die nötige Präzision für die technische Ausarbeitung und Vorbereitung für den 3D-Druck. Durch diesen Wechsel konnte ich meine Arbeitsweise gezielt an die jeweilige Aufgabe anpassen.

Beide Entwürfe zeigen unterschiedliche Ansätze im Umgang mit Volumen und Oberfläche. Sugar Cone konzentriert sich auf Ruhe, Fluss und Materialwirkung, während Blackberry auf Interaktion, Verformbarkeit und spielerische Nutzung ausgerichtet ist. Insgesamt habe ich gelernt, digitale Werkzeuge bewusster einzusetzen und Form nicht nur visuell, sondern auch haptisch und funktional zu denken.