INSPIRATION / MOODS
Alltägliche Beobachtung
Langes Stehen, zum Beispiel im Zug, an Haltestellen oder in Warteschlangen vor Veranstaltungen, führt schnell zu Ermüdung in Beinen und Rücken. Das Produkt reagiert auf genau diese alltäglichen, oft übersehenen Belastungssituationen.
MISSION STATEMENT
Ein kompaktes, klappbares Stützelement, das temporäre Stabilität im öffentlichen Raum schafft und Mobilität sicherer, flexibler und barriereärmer macht.
DESIGNKRITERIEN
Kompakt & integrierbar – platzsparend
Intuitiv bedienbar – schnelles Ausklappen ohne Kraftaufwand oder komplizierte Mechanik
Robust & langlebig – widerstandsfähig gegen Witterung, Belastung und häufige Nutzung
KONZEPT UND ENTWURF
Gedanklicher Ursprung
Das Konzept ist inspiriert von Exoskeletten, die das Tragen schwerer Lasten erleichtern, indem sie Kräfte umlenken und den Körper entlasten.
Diese Idee der körpernahen Unterstützung wurde auf eine minimalistische, alltagstaugliche Lösung übertragen.
Weiterentwicklung der Idee
Im Entwurfsprozess habe ich überlegt, ob ein tragbares System – etwa verstaubar im Rucksack oder am Körper befestigt – sinnvoll sein könnte.
Ebenso wurde über stationäre Nutzungsszenarien nachgedacht, etwa ein Einhaken oder Anlehnen in öffentlichen Verkehrsmitteln wie Zügen.
Ergebnis des Entwurfs
Daraus entstand ein reduziertes, mechanisches Stützelement, das Gewicht teilweise vom Körper auf den Boden ableitet und so längeres Stehen spürbar erleichtert.
DETAILS
Die Konstruktion basiert auf einem stabilen Gelenkmechanismus und einer rutschfesten Auflagefläche. Materialstärke und Winkel sind so ausgelegt, dass eine sichere Lastübertragung entsteht, während das Bauteil visuell leicht wirkt.
MODELMAKING
Das Produkt wurde als 3D-Modell in Shapr3D entwickelt. Dadurch konnte ich Proportionen, Bewegungsradien und mechanische Übergänge realitätsnah überprüfen und optimieren, bevor ein physisches Modell entstand.
Ein verkleinertes 3D-Druckmodell dient der Visualisierung des Konzepts. Es hilft, Funktionsweise, Dimensionen und räumliche Wirkung anschaulich zu vermitteln.
FAZIT
Der Kurs hat mir die Möglichkeit gegeben, ein alltägliches Problem aus einer gestalterischen Perspektive neu zu betrachten und daraus ein konkretes Produktkonzept zu entwickeln. Besonders spannend war für mich, den gesamten Prozess zu durchlaufen, von der ersten Idee und Recherche über den Entwurf bis hin zur technischen Umsetzung.
Zum ersten Mal habe ich mit Shapr3D gearbeitet und dabei viel über 3D-Modellierung, Proportionen und mechanische Zusammenhänge gelernt. Der direkte Übergang vom digitalen Modell zum 3D-gedruckten Objekt hat mir geholfen, meine Entwurfsentscheidungen kritisch zu überprüfen und das Produkt weiter zu verbessern.
Insgesamt habe ich aus dem Kurs nicht nur neue Werkzeuge kennengelernt, sondern auch ein besseres Verständnis dafür entwickelt, wie aus einer abstrakten Idee ein funktionierender, greifbarer Entwurf entstehen kann.