Idee und Aufgabe des Kurses
Aufgabe des Kurses war es, zwei kleine Räume des ehemaligen Zeeck Kaufhauses als Ausstellungsräume der Hochschule im Rahmen des 100 Jahre Bauhaus Dessau-Jubiläums herzurichten. Die Räume werden von mehreren Ausstellungen von Hochschulnahen Personen bespielt und sollten möglichst eine Brücke zwischen dem Ort und des Ausstellungsgegenständen bilden. Das gesamte Projekt lief unter dem Thema Zero, forderte also ein möglichst umwelt - und ressourcenschonendes Arbeiten. Der beste Prinzipien, für ein solches Projekt sind Recycling und Upcycling.
meine Idee für die Projektgruppe Rahmenbau
Schnell hat sich meine Gruppe „Rahmenbau“ zusammengefunden. Unser Zeil war es, ein paar Ausstellungsmodule zu bauen, die teilweise von der Decke hängen und so etwas mehr Ausstellungsfläche bieten und teilweise einfach eine „Ersatzwand“ bilden, da den einen der zwei Räume z.B. eine Glaswand von dem Rest der Ausstellungsfläche abgrenzt, die uU nicht gut von den Ausstellenden bespielt werden kann.
Von den Renovierungsarbeiten, die im Zeeck für das Jubiläum stattfanden, waren eine Menge der alten Fensterrahmen übriggeblieben.
Diese wollten wir mit einer dünnen Schicht beplanken und sie sollen dann dort, wo sie gebraucht werden, an die Decke oder Wand gehangen werden. Die alten Rahmen sieht man dabei nur, wenn man von der Seite hinter die Beplankung schaut, um nicht initial von den Ausstellungswerken abzulenken, aber die erbinfung zu dem alten Kaufhaus noch beizubehalten.
Meine Idee war es, Abfallprodukte (z.B. Dünne Abdeckungen, alte Verkleidungen oder ähnliches) der laufenden Renivierungsarbeiten und Ausstellungsvorbereitungen für die Beplankung der Rahmen zu verwenden. Leider waren die Kommunikationspartner*innen vom Bauhaus eher unflexibel und es konnte keine Absprache getroffen werden, um an diese Abfallprodukte zu gelangen.
Aus diesem Grund entschieden wir uns dann, mdf platten zu nehmen.
meine Aufgabe in der Projektgruppe Rahmenbau
Meine Aufgabe war es vor Allem, mich um das Material zu kümmern.
Zunächst bin ich mit Alicia ins Materialbuffet nach Leipzig gefahren. Das ist ein Second Hand laden für Materialien wie Stoffe, Eisenwaren, alte Elektrogeräte, Möbel und eben auch Baustoffe. Dort haben wir zwar mdf gefunden, allerdings nicht in der gewünschten Stärke und haben deshalb nur ein paar kleine Stücke für einen Prototypen mitgenommen.
Für den Prototypen nutzten wir vorerst Schrauben, entschieden uns dann aber, bei den richtigen Modulen, Nägel zu verwenden.
Nachdem der Prototyprahmen gebaut war, musste mehr Material zum beplanken her. Dafür stand ich über Prof. Katrin Günther mit den Hausmeister*innen in Kontakt, die einen Materialtransport zwischen Baumarkt (als Ausweichlösung statt des Second Hand Lagers), Zeeck und der Hochschule bereitstellen wollten. Der Wintereinbruch legte dann aber diesen Plan vorerst buchstäblich auf Eis und wir konnten eine Weile nicht weiterarbeiten. Zwischendurch besorgten wir die nötigen Kleinteile (z.B. die Nägel) aus dem Baumarkt.
Als der Schnee dann geschmolzen war, fuhr ich mit Thilo, dem Hausmeister in die Baumärkte Dessaus auf der vergeblichen suche nach 3mm starken mdf platten in den von uns gebrauchten Maßen. Im Globus fanden wir nach einigen anderen Baumärkten dann endlich eine von den elf benötigten Platten. Wir (Thilo und ich) telefonierten dann etwas herum und konnten dann schließlich ein paar weitere Platten organisieren. Diese waren dann tatsächlich Abdeckplatten von einer Tischlerei in Dessau, alte Messeplatten, die noch in einem Keller der Hochschule eingelagert waren und eine Platte, die dann noch in der Holzwerkstatt der Hochschule auftauchte.
Mit den Rahmen und Platten hab ich dann die nächsten Arbeitstermine in der Holzwerkstatt abklären können und beim beplanken helfen können.
Fazit
An sich ist der Zero-Ansatz absolut in meinem Sinne und im groben nicht mehr wegzudenken, bedarf aber durch das noch etwas schüttere Angebot (vor allem in Dessau) mehr Flexibilität und Organisation. Darauf hätte ich bei beginn der Arbeit unserer Rahmengruppe mehr achten sollen, weshalb die Beschaffung des Materials sehr viel Zeit raubte und das Arbeiten an den Rahmen stark verzögerte. Ich war sehr enttäuscht von der fehlenden Bereitschaft von Seiten der Bauhaus-Vermittelnden, uns Ihre Reste bereitzustellen (und der Art der Kommunikation dieser Umstände). Das ist in meinen Augen eine etwas doppelmoralische Herangehensweise an das Thema Zero.
Ich denke, die Treffen in einem geringeren Abstand (z.B. jede Woche) hätten mir geholfen, mehr am Ball zu bleiben und das Projekt mit mehr Energie zu meistern.
Trotz dieser Umstände haben wir fast komplett recycelte Ausstellungsmodule aus den alten Rahmen und Platten hergestellt und damit unseren Teil von Zero versucht einzuhalten. Das freut mein Ökoherz. toll :)
Wir sehen uns im Zeeck!