1. Einleitung
Das Thema der Landesliteraturtage 2026 lautete „…findet stadt!“. Auf dieser Grundlage entwickelten wir ein Corporate Design, das das Image der Veranstaltung prägt und visuell stärkt. In der gestalterischen Umsetzung waren wir frei, sollten jedoch einen klaren Bezug zur Stadt Dessau-Roßlau sowie zur Literaturlandschaft in Sachsen-Anhalt herstellen.
1.1 Hauptmotiv
Anfangs fiel es mir schwer, mich für ein passendes Motiv zu entscheiden. Bei einem Spaziergang durch Dessau-Roßlau fiel mir schließlich die markante Architektur der Stadt auf. Ich fotografierte den berühmten Fotospot und ließ mich davon inspirieren. Damit griff ich bewusst die Vorgabe auf, die Stadt gestalterisch einzubeziehen.
Das Foto vektorisierte ich anschließend in Adobe Illustrator und experimentierte mit verschiedenen Farbkonzepten sowie unterschiedlichen Anordnungen der Formen. Nach einer Feedbackrunde und intensiver Überarbeitung entschied ich mich für eine abstrakte Version der Gebäude. Die reduzierte, neu arrangierte Darstellung fungiert zugleich als Metapher: Die Stadt ist im Motiv nicht sofort eindeutig erkennbar, sondern muss vom Betrachter gewissermaßen „gefunden“ werden, ganz im Sinne des Mottos „…findet stadt!“.
2. Printmedien
2.1 Plakate
Da ich zunächst Schwierigkeiten hatte, eine passende Farbpalette zu definieren, entwickelte ich für die Hauptplakate zwei Varianten: eine mit einem kräftigen Orange und eine mit einem intensiven Lila. Ausgehend von der Überlegung, welche Farben an einem warmen Sommertag im Stadtraum besonders auffallen, entschied ich mich bewusst für eine kühlere, kontrastreiche Farbwirkung. Vor allem vor grüner Umgebung entfalten diese Töne eine starke Präsenz und sorgen für hohe Sichtbarkeit.
Die Typografie des Mottos erinnert an eine Schreibmaschine und greift damit den literarischen Bezug erneut auf. Einzelne Satzzeichen wurden farblich hervorgehoben, um zusätzliche Spannung zu erzeugen und das Thema „…findet stadt!“ visuell zu betonen.
Die weiteren Eventplakate gestaltete ich im gleichen gestalterischen System wie das Hauptplakat, passte jedoch die Farbigkeit an das jeweilige Veranstaltungsthema an, beispielsweise bei der „Langen Nacht des Krimis“. Ergänzt wurden diese durch die relevanten Informationen wie Ort, Zeit und Autor:innen.
Für die regulären Lesungen isolierte ich jeweils ein einzelnes Gebäude aus dem Hauptmotiv, um die Veranstaltungen visuell voneinander zu unterscheiden. Diese reduziertere Gestaltung sorgt nicht nur für eine klare Differenzierung, sondern auch für einen strukturierteren und übersichtlicheren Informationsfluss.
2.2 Flyer
Für den Flyer griff ich erneut das abstrakte Stadtmotiv des Hauptplakats auf, um die visuelle Klammer des Corporate Designs beizubehalten. Da jedoch nicht alle Gebäude auf der Titelseite Platz fanden, setzte ich die übrigen Elemente im Innenteil bzw. im Programm erneut ein.
2.3 Stempelkarte
Für die Stempelkarte wird das visuelle Konzept weiter aufgegriffen und in aufgeklappter Form reduzierter weitergeführt.
Als spielerisches Element kommen Vögel als Stempelmotive zum Einsatz. Sie greifen die Idee von Bewegung, Austausch und kultureller Lebendigkeit auf und symbolisieren zugleich das „Unterwegssein“ zwischen den verschiedenen Veranstaltungsorten. Mit jedem gesammelten Vogelstempel wächst nicht nur die Karte, sondern auch die individuelle literarische Reise durch die Stadt.
3 Webdesign und Soziale Medien
3.1 Website
Die Webseite greift die gestalterischen Elemente der Printmedien konsequent auf und überträgt das Corporate Design in den digitalen Raum. Farbigkeit, Typografie und das abstrakte Stadtmotiv sorgen für einen hohen Wiedererkennungswert und eine klare visuelle Verbindung zu Plakaten und Flyer.
Der Veranstaltungskalender orientiert sich gestalterisch am Aufbau des Flyers und übernimmt dessen Struktur sowie Formensprache. Eine zusätzliche Unterseite bietet weiterführende Informationen zu den einzelnen Events, wie Details zu Autor:innen, Uhrzeiten und Veranstaltungsorten. So entsteht eine übersichtliche, nutzerfreundliche Ergänzung zu den gedruckten Medien.
3.2 Mobil
3.3 Instagram
Die einzelnen Beiträge funktionieren sowohl eigenständig als auch im Gesamtbild als zusammenhängende Komposition. Das abstrakte Stadtmotiv wird fragmentiert eingesetzt und verbindet sich im Profil zu einer visuellen Einheit, ähnlich wie die Stadt selbst, die man im Motto „…findet stadt!“ erst entdecken muss. Farbflächen, Autor:innen-Porträts, Veranstaltungsankündigungen und Informationsposts wechseln sich ab und schaffen einen lebendigen, aber klar strukturierten Auftritt mit hohem Wiedererkennungswert.
Fazit
Die Entwicklung des Corporate Designs für die Landesliteraturtage 2026 war für mich eine besonders prägende Erfahrung, da es das erste Mal war, dass ich ein vollständiges Corporate Design konzipiert und umgesetzt habe. Gerade zu Beginn, und auch im weiteren Verlauf, hatte ich immer wieder Schwierigkeiten mit einzelnen gestalterischen Entscheidungen.
Durch kontinuierliche Feedbackrunden und den Austausch über meine Entwürfe gewann ich jedoch zunehmend Klarheit und Sicherheit in meinen Entscheidungen. So entwickelte sich aus anfänglicher Unsicherheit ein schlüssiges, konsistentes Gestaltungskonzept.