01 INTRODUCTION

In unserem Kurzfilm „Kahlschlag“ beschäftigen wir uns genau mit diesem Spannungsfeld:

Wie entsteht Wahrheit?

Wie wird Schuld wahrgenommen und wie kann sie konstruiert werden?

Der Fokus liegt dabei auf dem Menschen selbst: seinem Inneren, seiner Wahrnehmung und seiner Manipulierbarkeit.

02 CONCEPT

Genre: Thriller / Mystery / Psychologisch

Grundidee:

Zwei Freunde, Tom und Jess, befinden sich an einem abgelegenen Ort.

Kurz darauf wird Jess erstochen, doch der Täter bleibt unklar.

Tom befindet sich anschließend in einem Verhör.

Der Verhörer, Mr. Bigeye, setzt ihn zunehmend unter Druck.

Durch gezielte Fragen und psychologische Manipulation beginnt Tom:

 seine eigene Erinnerung zu hinterfragen

 und schließlich zu glauben, dass er selbst der Täter ist

Twist:

Am Ende stellt sich heraus:

 Das Verhör war nicht real, sondern Teil einer Therapiesitzung.

Ein Therapeut hinterfragt Toms Aussagen und öffnet erneut Zweifel:

Hat Tom den Mord wirklich begangen?

 Oder wurde ihm diese Wahrheit „eingepflanzt“?

Zentrale Themen:

Wahrnehmung vs. Realität

Schuld und Gerechtigkeit

Manipulation durch Sprache

Der Mensch als „Träger von Wahrheit“

Symbolik im Film:

 Auge → Wahrnehmung / Wahrheit (aber unzuverlässig)

 Blut → Schuld / psychische Belastung

 Licht → erzwungene Wahrheit

 Unsichtbare Balance → Gerechtigkeit ist nicht neutral

Visuelles Konzept:

-Viele Nahaufnahmen (besonders Augen, Hände)

-Wechsel zwischen ruhigen und chaotischen Sequenzen

-Fragmentierte Flashbacks

03 EQUIPMENT

KAMERA: Sony Alpha 7S3

– SD Card 128 GB

– 5x Akkus

– Cage + Tophandle

– Portkey Monitor

– HDMI Kabel

LICHT:

– Softlight für Therapieszene

– gerichtetes Licht für Verhör

XEEN OBJEKTIVE

ZUBEHÖR:

– Stativ

– Tonangel

– ShotGun-Mic

04 PROCESS

WOCHE 1 (RESEARCH UND DEEP DIVE)

– Ideenfindung und Konzeptentwicklung

– Diskussion über Handlung und Schauspieler

– Sammlung von Inspirationsmaterial

– Erste Storyboards

Wir haben früh gemerkt, dass die Geschichte stark über Stimmung und Psychologie funktioniert und das Schauspiel sehr überzeugen sein muss.

STORYBOARD

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WOCHE 2 (DREH)

Der Dreh wurde nach Locations und Verfügbarkeit organisiert:

– Verhörraum (intensive Dialogszenen)

– Therapieraum (ruhige, reflektierende Szenen)

– Außenaufnahmen im Wald

LICHT

– Verhör: hartes, gerichtetes Licht → Druck

– Therapie: weiches Licht → Offenheit

– Außen: natürlich, düster

05 POST-PRODUCTION

SCHNITT

Der Schnitt orientiert sich an Toms Wahrnehmung:

– Verhör: zunächst ruhig → später chaotisch

– Flashbacks: fragmentiert, schnell

– Therapie: lange, ruhige Einstellungen

 Ziel:

Der Zuschauer soll sich genauso unsicher fühlen wie Tom

COLOR GRADING

Farbkonzept:

Verhör → grünlich

→ unnatürlich, manipulativ

Tom → bläulich

→ isoliert, emotional distanziert

 Therapie → warm

→ menschlich, ruhig, vertrauensvoll

 Kontrast zeigt:

Unterschied zwischen erzwungener und echter Wahrnehmung

SOUND UND MUSIK

– Klassische Musik (Violinen)

– Steigerung von ruhig → chaotisch

– Layering von Stimmen & Geräuschen

 Wirkung:

– Innerer Druck wird hörbar gemacht

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06 PROBLEMS

– Schwierigkeit, eine klare Storystruktur zu finden

– Schauspieler-Verfügbarkeiten

– Zeitdruck beim Dreh

07 LEARNING

– Kommunikation im Team ist entscheidend

– Planung spart Zeit und Stress

– Licht beeinflusst die Wirkung extrem

– Wahrnehmung kann gezielt gesteuert werden

08 CONCLUSION

„Kahlschlag“ zeigt, wie fragil Wahrheit sein kann.

Wir haben gelernt, dass Film nicht nur aus Bildern besteht, sondern aus:

– Wahrnehmung

– Emotion

– Interpretation

Besonders spannend war die Frage:

Wann wird eine Aussage zur Wahrheit und wann ist sie nur konstruiert?

Das Projekt hat uns gezeigt, wie stark filmische Mittel (Schnitt, Licht, Farbe) diese Wahrnehmung beeinflussen können.

09 FINAL FILM

10 THANK YOU!

Ein großer Dank geht an:

– unseren Prof. R. Hartmann für Feedback und Unterstützung

– Basti und Henry Mertens für die Ausleihe des ganzen Equipments

– Herr Lohmann für das Videostudio und Tonangel

– unsere Kommiliton*innen für Austausch und Hilfe

– alle Beteiligten am Dreh, besonders an Florian Clasen (Verhörer) und Do Minh Hoang ( Therapeut), die sich extra für uns Zeit genommen haben und uns beim Dreh geholfen haben!!