Moodboard I / Beispiele

Der erste Schritt war es Ideen zu finden. 

Und Pinterest ist mein Freund.

Ich hab auf Pinterest nach Ideen gesucht und gefunden und habe mich schnell an der Scheibenillusion festgebissen. Meine ursprüngliche Idee war, dass ich damit After Effects weitgehend umgehen kann. 

Hat nicht funktioniert.

First Try/ Sketch

Nach dem Moodboard, habe ich versucht mit einem einfachen Motiv die Illusion nachzustellen um die Mechanik dahinter besser zu verstehen. Die Mechanik dabei ist, wie schnell die Scheibe sich drehen muss, damit sich die Motive passend 'animieren'.

Bis hin zum Endprodukt bin ich durch den Schmerz in After Effects gegangen und habe alles manuell eingestellt.

MEHR!

Nach der Apfelscheibe habe ich weitere Motive ausprobiert.

Die 'Loopies' fand ich als Experiment sehr interessant, vor allem den 3D Effekt.

Moodboard II

Danach ging es grundsätzlich darum wie ich die Scheiben in etwas einbinden kann. Die nahliegendste Idee war natürlich eine Story! Dann kam natürlich die Frage 'Wie benutze ich die Scheiben um eine Story zu erzählen?' und erste meine Antwort war, dass auf einer Scheibe mehrere Motive drauf sind, die bspw. nacheinander erscheinen, damit man erst am Ende das komplette Bild hat.

Dafür hab ich erstmal ein Moodboard zusammengestellt. Hier lag mein Fokus stark auf Tieren, weil ich diese Bewegung von bspw. einem rennenden Hunden spannend fand und einbauen wollte.

Doggy Scheibenversuch

Dabei hatte ich eine Idee. 

'Wenn ich den Hund als einzelnes Motiv isoliere und anstatt 6-12 Motivabschnitte nur vier benutze, kann ich es so aussehen lassen wie eine normale frame-by-frame animation?'

In dem Gedankengang, habe ich eine Probe gemacht und herausgefunden: wenn die Komposition nur in 12 Frames läuft, der Clip nur 15 Sekunden lang ist, es nur vier Motive gibt, dann muss sich die Scheibe alle 5 Sekunden -15x drehen. 

Das ist alles schön und gut, funktioniert jedoch nur auf 15 Sekunden (?). Ich konnte meine falsche Mathematik also nicht wirklich auf weitere Versuche übertragen und musste alles manuell einstellen. (pain)

HADESTOWN - Epic III

Die 'Story' mit dem Hund war ein guter Anfang, hatte jedoch noch keine konkrete Story. 

Hier kommt Hadestown mit ins Spiel. In dem Musical geht es um die tragische Geschichte von Orpheus und Eurydice. Ich hatte mir hiervon ein Lied herausgesucht, um das eigentlichen Storytelling-Element besser einbringen zu können. 

Ich mag die Lieder sehr, vor allem die Epic Reihe I-III, spezifisch von Jack Wolfe gesungen. Und mit ein paar Bilder/ Ideen im Kopf bin ich direkt ins Storyboard übergegangen.

Storyboard

Die Heiligen Scheiben I (Alle)

Die Heiligen Scheiben II (Die 'Platzhalter')

Die Heiligen Scheiben III (Endversion)

Prozess

Man sieht, meiner Meinung nach, einen starken Unterschied zwischen den ersten Versuchen und dem Endprodukt. 

Ich habe erst die wichtigsten Platzhalter-Scheiben gestaltet, damit ich mich auf die Animation konzentrieren und die Scheiben später einfach austauschen kann. 

Was ich nicht komplett bedacht habe, die Animation hat sich bis zum Ende nicht 'komplett' angefühlt und ich dachte es hat nur etwas mit der Animation zu tun, es war jedoch auch die 'Qualität'/ das Aussehen der Scheiben.

Bei den ersten Versuchen sieht man, dass ich die Drehungen noch manuell eingestellt habe.

(Das Video wurde ohne Hintergrund exportiert… eigentlich sollte er weiß sein.)

Endprodukt

Fazit

This was a rollercoaster. Wheeeeeee.

Hier sind meine Abschlussgedanken, in no particular order:

- Der Kurs ,an sich, war ok.

- Wenn alle zusammen dabei waren, war die Stimmung immer sehr angenehm und offen.

- Persönlich, fand ich die zeitliche Aufteilung des Kurses schwierig, weil nicht genug Zeit für die Endprojekte blieb.

- Ich, persönlich, hatte auch Schwierigkeiten damit, dass die Endprojekte nur in Time Slots besprochen wurden, weil dies auch zu einer gewissen Distanz zwischen den Kommilitonen geführt hat. 

(Ich bin mir darüber bewusst, dass der ganze Donnerstag für das GP im Kurs und auch zu Hause geblockt werden soll. Auch bin ich mir darüber bewusst, dass ich den ganzen Tag in der Uni hätte bleiben können. Ich bin jedoch der Meinung, dass ich bei dieser Option weniger produktiv gearbeitet hätte.)

- Mir hat konkretes konstruktives Feedback gefehlt. Ich fühlte mich oft mit meiner Animation allein gelassen.

- Trotzdem, hatte ich jetzt 2-3 Wochen Zeit, das Endprojekt ruhen zu lassen ,um es mir in Ruhe wieder angucken zu können. Ich bemerke auch bei mir häufig, wenn ich ein Projekt zu lange und intensiv anstarre, werde ich sehr schnell mit mir unzufrieden. Als ich dann, im Sinne dieser Dokumentation, mein Projekt noch einmal angeschaut habe, kann ich jetzt, mit etwas neutraler Sicht sagen, dass ich das Endprodukt viel besser finde als zuvor, das liegt auch viel an den Scheiben, denn auf die bin ich sehr stolz 

- Das Gestalten der Scheiben hat mir immer viel Spaß bereitet. 

- Ich finde auch, diese Illusion der Scheiben ist eine interessante Art zu animieren.