Themenfindung
Da wir keine klare Problemdefinition hatten, habe ich mich auf die lange Suche nach einem lösbaren Problem begeben. Das war insofern schwierig, da ich prinzipiell systematische Problemlösung bevorzuge und sich für mich am Ende immer das Schulsystem als das grundlegende Problem herausgestellt hat.
Das Schulsystem ist aber leider nicht 3d.
Daran lässt sich also auf der Ebene dieses Projektes nichts ändern.
Die nächste logische Frage ist also, wie kann man den Kindern in der Schule das Leben und Lernen erleichtern?
Was wollen Kinder tatsächlich?
Kinder spielen, machen Quatsch und interessieren sich nicht dafür was ihnen vorgegeben wird.
Wenn man Kinder fragt was sie nicht an der Schule mögen, sagen sie den Unterricht oder das viele lernen oder die LehrerInnen. Sie sagen ja nicht: „das Schulgebäude“.
Trotzdem kann man nicht leugnen, dass bewusste Gestaltung einen positive Auswirkungen auf das eigene Wohlbefinden hat und die Konzentrationsfähigkeit steigern kann.
Besuch in der Zoberberg Gemeinschaftsschule
Der Besuch in der Zoberberg Gemeinschaftsschule, war gefüllt mit viel Input und einer Führung durch das Schulgebäude.
Es gab viel zu sehen: Vom Werkraum, über die Kunstwerke an den Wänden, bis hin zu den Bienenstöcken im Schulgarten.
Recherchephase
Essenz
In dem Projekt „Kraxelei“, geht es darum, die Schule auf eine neue Art und Weise kennen zu lernen.
Kam zuerst das Ei oder das Huhn? Gab es zuerst die Schule oder die Kinder? Ich denke die zweite Frage ist weniger schwer zu beantworten. Die Erkenntnis, dass sich die Schule eher nach den Bedürfnissen der Kinder richten sollte, als das sich die Kinder an die Schule und das System dahinter anpassen sollten, liegt also auf der Hand.
Es geht darum den Kindern zu vermitteln, das es in der Schule um sie und ihre Bedürfnisse geht und die Erwachsenen diese ernst nehmen.
Erst wenn ein solches Klima herrscht, können Kinder ihr volles und Selbstbestimmtes Potenzial entfalten.
Mein Projekt ist in diesem Fass nur ein kleiner Tropfen.
„Kraxelei“ soll Kindern einen Raum bieten, der nur für sie zugänglich ist. Einen klassischen Raum kann jeder Nutzen und damit er für Kinder spannend wird, träumen sie sich alles für sie wichtige hinein.
Deshalb muss der Raum von Anfang an für Kinder gedacht werden. Kinder haben Spaß an verwinkelten kleinen Räumen und Orten die sie erkunden können.
Ein Raumfüllendes Netz ist die beste Nutzung des verfügbaren Platzes. Es gestaltet eine individuell und vielschichtig Nutzbare Fläche und lädt dazu ein, den vorher ignorierten Platz einzunehmen.
Darauf kann allein, aber auch in Gruppen gearbeitet werden.
Durch die Netzstruktur, können die Kinder trotzdem beaufsichtigt werden.
Fazit
Die Fragestellung dieses Kurses hat mich auf sehr anstrengende Weise beschäftigt, aber es hat mir auch gefallen! Ich denke am Schulsystem muss viel geändert werden. Die Meinungen darüber gehen zwar stark auseinander, aber gerade deswegen hat es mir sehr gefallen, die Zoberberg Gemeinschaftsschule als Projektpartnerin zu haben. Ich fand die neuen Methoden und das Engagement der LehrerInnen beeindruckend und hatte das Gefühl, das sich dort viel verändert.
Mit meinem Projekt wiederum habe ich mich sehr schwer getan. Ich bin auch Schlussendlich nicht zufrieden. Trotzdem denke ich, dass „Kraxelei“ in der Umsetzung viel Potenzial hat.
Danke an die Zoberberg Gemeinschaftsschule für das coole Projekt und Uwe für die vielen Freiheiten, das coole Projekt und die Hartnäckigkeit!