In seiner Funktionalität auf die Lehre in gestalterischen Studiengängen zugeschnitten... Schnittstelle für die moderne Lehre
In seiner Funktionalität auf die Lehre in gestalterischen Studiengängen zugeschnitten... Schnittstelle für die moderne Lehre
Im Rahmen des Wahlmoduls haben wir ein neues Konzept für den Stand der Hochschule Anhalt auf der Leipziger Buchmesse 2025 entwickelt. Dabei lag der Fokus auf verschiedenen interaktiven Elementen, darunter ein Stempelkonzept, ein Siebdruckstand und insbesondere eine VR-Ausstellung, die studentische Arbeiten aus dem Studiengang Design präsentiert. In dieser Dokumentation beschreibe ich meinen persönlichen Beitrag zur Planung und Umsetzung der VR-Ausstellung sowie weitere organisatorische Aufgaben, an denen ich beteiligt war.
Mein Semester begann mit der Entwicklung der Grundidee für die VR-Ausstellung unseres Fachbereichs Design. Ich konzentrierte mich zunächst auf die konzeptionelle Ausarbeitung und erstellte ein kleines 3D-Modell der Buchmesse, um mir den Stand räumlich vorstellen zu können.
Als nächstes diskutierten wir das Grundkonzept: Sollte die VR-Umgebung eine abstrakte Welt darstellen, den Stand erweitern oder eine virtuelle Version der DDS (Dessau Design Schau) nachbilden? Letztendlich entschieden wir uns für eine Miniatur-DDS als VR-Erlebnis. Um alle relevanten Aspekte zu durchdenken, erstellte ich eine Mindmap, die verschiedene Ideen und Konzeptbausteine miteinander verband.
Ein wichtiger Punkt war die Zugänglichkeit und Verständlichkeit der VR-Ausstellung. Ich analysierte verschiedene Level-Strukturen und testete sie mithilfe einfacher 3D-Modelle, um herauszufinden, welche Navigation sich am besten eignet.
Anschließend stellte sich die Frage nach den Inhalten: Welche Projekte sollten gezeigt werden und wie konnten wir sie beschaffen? Dazu starteten wir einen Ausstellungsaufruf, bei dem Studierende ihre Arbeiten einreichen konnten. Um eine breite Auswahl aus verschiedenen Designbereichen zu erhalten, gestalteten wir Flyer, druckten sie und legten sie aus. Zudem fragten wir gezielt herausragende Studierende an und sammelten weitere Projekte.
Daraufhin konzipierte ich eine Raumaufteilung in 2D-, 3D- und 4D-Design als getrennte Bereiche, die durch eine zentrale Lobby verbunden sind und als Orientierungspunkt dienen. Um die Struktur der Level festzulegen, erstellte ich einen Grundriss aus der Vogelperspektive, markierte Bereiche, berechnete den Platzbedarf und entwickelte räumlich passende Präsentationsflächen, um ein realistisches und spannendes Erlebnis zu schaffen.
Zum Schluss baute ich einen technischen Prototypen in Unity, um Performance, Interaktivtät und Navigation zu testen und einen ersten Eindruck des Systems zu gewinnen.
Während wir auf Einsendungen für die Ausstellung warteten, beteiligte ich mich an anderen organisatorischen Aspekten, insbesondere am Stempelkonzept. Wir entwickelten ein System, um Stempel mit Buchstaben und Wörtern zu gestalten, die Besucher individuell kombinieren konnten. Dafür planten wir die benötigte Anzahl, Größen und Materialbeschaffenheit der Stempel. Die Griffe fertigten wir aus Rundholz, die Grundplatten wurden zugesägt und geschliffen, und die Stempelmotive aus Moosgummi wurden per Laser zugeschnitten und aufgeklebt.
Ich legte die Laservorlagen an und nutzte eine Nesting-Software, um die Platzierung der Motive auf der Materialfläche möglichst effizient zu gestalten.
Danach setzten wir die Stempel in Teamarbeit zusammen. Kurz darauf konnten wir das Konzept bereits bei der DDS testen. Ich half beim Aufbau des Teststands und betreute ihn während der Veranstaltung, indem ich Besuchern Fragen zu unserem Stand beantwortete.
Zum Zeitpunkt dieser Dokumentation befindet sich die VR-Ausstellung in der Umsetzungsphase. Ich erstelle die räumliche Gestaltung in einer 3D-Software und integriere die gesammelten studentischen Projekte. Anschließend erfolgt die technische Optimierung der Interaktivität sowie die Implementierung kleinerer Quality-of-Life-Tools, darunter Interfaces zum schnellen Wechsel zwischen den Leveln.
Ich denke, das Konzept des Standes bietet wahnsinnig viele (vielleicht sogar zu viele) Variationen an interaktiven Konzepten, an denen die Besucher der Buchmesse sicherlich viel Spaß haben werden. Der Stand ist konzeptionell auf einem sehr guten Weg.
Einzig und allein die Teamarbeit, das Engagement und der Zusammenhalt haben gegen Ende des Projektes leider zu stark nachgelassen, wodurch einzelne Personen verhältnismäßig zu viel Arbeit und Verantwortung übernehmen mussten.