Incom ist die Kommunikations-Plattform der Hochschule Anhalt Fachbereich Design

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OM: New Work meets DDS

Im Projekt haben wir uns intensiv mit den Prinzipien von New Work auseinandergesetzt und diese praxisnah auf die Weiterentwicklung des bestehenden Auftritts der Dessau Design Show angewendet. In selbstorganisierten Teams durchliefen wir einen Purpose-Prozess, definierten Rollen und Verantwortlichkeiten und erprobten neue Entscheidungs- und Meetingformate. Dabei beschäftigten wir uns mit zentralen Fragen zu Selbstorganisation, Leadership, Mindset sowie den in Agenturen eingesetzten Tools. Ziel war es, New-Work-Methoden nicht nur theoretisch zu verstehen, sondern aktiv anzuwenden und erfahrbar zu machen.

DESIGNKONZEPT

Zu Beginn setzten wir uns intensiv mit dem alten Designkonzept der DDS 2024 auseinander. Zusätzlich führten wir Gespräche mit den damals Verantwortlichen, um ihre Arbeitsweise und ihre Grundgedanken besser zu verstehen.

Im weiteren Prozess entwickelten wir unsere eigenen Prinzipien und definierten, worauf wir uns fokussieren wollten. Wir entschieden uns, die bestehenden Schriften Clash Display Variable und Argent Pixel CF sowie das Konzept des „Rahmenspringens“ beizubehalten. Gleichzeitig wollten wir ein neues Element sowie neue Farben einführen.

Am Ende setzte sich das Element der Hand durch. Die neuen Hauptfarben wurden Lila (#8e1484) und Gelb (#fff000).

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ENTWÜRFSPHASE

Zunächst gestaltete jede Person eigene Plakatentwürfe. Anschließend trugen wir zusammen, was wir im Vergleich zum Vorjahr anders machen wollten.

Wir kamen zu dem Entschluss, dass das Plakat insgesamt ordentlicher und klarer strukturiert sein sollte. Uns war wichtig, ein ruhigeres Element einzubauen, das stärker mit den restlichen Informationen interagiert und auch zum Studiengang passt. Gleichzeitig wollten wir das Spielerische nicht ganz verlieren, daher einigten wir uns auf Scribble-Elemente.

Nach einer ersten Auswahl reduzierten wir die Anzahl der Entwürfe und arbeiteten in Dreiergruppen weiter. Später merkten wir jedoch, dass es schwierig war, mit zwölf Meinungen zu klaren Entscheidungen zu kommen, vor allem unter Zeitdruck. Deshalb bildeten sich vier Personen, die in Zweierteams die zwei stärksten Hauptideen (Hände, Wegweiser) weiter ausarbeiteten.

In der Partnerarbeit mit Susanna entstand schließlich das Hauptplakat, sowie die finale Farbentscheidung für Lila und Gelb.

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FINALISIERUNG

Nach der Gruppenphase übernahm ich die Feintypografie. Gemeinsam mit Isidor fotografierte ich Hände, die stilistisch zur DDS passten.

Die Rasterung, die sich bereits zuvor als spannendes Element herauskristallisiert hatte, wurde weitergeführt. Die anfänglichen Scribbles traten dagegen zunehmend in den Hintergrund, da sie nicht mehr vollständig zum eingeschlagenen Stil passten. Als Kompromiss blieben Pfeile und Kreise bestehen, um das Plakat weiterhin lebendig zu gestalten.

So entstand ein stimmiges Zusammenspiel aller Elemente und das Plakat konnte schließlich in den Druck gehen.

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FAHNEN

Sebastian übernahm die Rolle die Fahnen zu gestalten und präsentierte seine Ideen. Aus Interesse arbeitete ich ebenfalls an Entwürfen und präsentierte diese. Schließlich kombinierten wir unsere Ansätze und entschieden uns für einen Dreiteiler, der von links nach rechts gelesen wird. Diese Zusammenarbeit gelang uns sehr gut und hinter ließ für uns beide einen guten Eindruck.

Ich übernahm die finale Typografie und die letzten Anpassungen. Allerdings gab es Probleme mit dem Überdrucken, die ich zunächst für gelöst hielt, was sich als Fehler herausstellte. Gemeinsam mit Isidor fanden wir schließlich die richtige Lösung in InDesign und Illustrator. Diese Erfahrung wird uns definitiv im Gedächtnis bleiben...

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MERCH - SCHLÜSSELBÄNDER

Nach der Plakatphase teilten wir uns in Untergruppen auf. Ich entschied mich für den Bereich Merch, da mich dieses Thema besonders interessierte.

Bei den Schlüsselbändern standen wir vor der Herausforderung, keinen starken Slogan wie im Vorjahr zu haben. Stattdessen lag der Fokus auf „Dessau Design Schau“ und dem Kürzel „DDS“, was bereits im Hauptplakat präsent war.

Während einer Exkursion erhielten wir wertvolle Beratung und entwickelten neue Ansätze. Ich entwarf mehrere Prototypen und entwickelte schließlich den Slogan:

„more than one way of design“

Der Slogan sollte eigenständig funktionieren, aber dennoch zur DDS und zu unserem Studiengang passen.

Um den Slogan gut zu verkaufen und ihn nicht eigenständig auf das Schlüsselband zu positionieren, entschieden wir uns nicht nur für einen Farbverlauf von Lila zu Gelb, sondern auch dafür, dass auf der einen Seite „Dessau Design Schau“ und auf der anderen Seite der Slogan „more than one way of design“ steht. Anschließend übernahm Joanna die Feintypografie und wir konnten die fertige Druckdatei zu „Wir machen Druck„ versenden.

Da das Schlüsselband das erste fertige Merch-Produkt war und wir als Gruppe feststellten, dass wir nicht ausschließlich die DDS selbst, sondern auch zukünftige Studierende ansprechen wollten, verwendeten wir den Slogan später auch auf weiteren Merch-Produkten.

Schlüsselbänder-Design-DDS.pdf PDF Schlüsselbänder-Design-DDS.pdf

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MERCH - POSTKARTEN

Gemeinsam mit Susanna gestaltete ich die Postkarten. Anfangs entwickelte jede von uns ein eigenes, noch stark an der DDS orientiertes Konzept. Im Austausch mit der Gruppe lösten wir uns jedoch zunehmend davon und verwarfen schließlich alle bisherigen Ideen.

Wir einigten uns auf sechs neue Designs, von denen jede von uns drei typografisch ausarbeitete. Die finalen Motive gingen in den Druck und wurden von der Gruppe sehr positiv aufgenommen.

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MERCH - STICKER

Über mehrere Wochen hinweg entwickelte ich zahlreiche Sticker-Ideen, einige mit direktem DDS-Bezug, andere freier gedacht.

Durch die bereits entstandenen Merch-Produkte kam mir schließlich eine komplett neue Idee, weshalb ich alle vorherigen Entwürfe verwarf (so wie immer). Ich gestaltete zwei A5-Seiten mit unterschiedlichen Stickern sowie zusätzlich ein A3-Übersichtsblatt. Dieses wurde in der Druckwerkstatt geplottet und ausgeschnitten, da auch einzelne Sticker stark nachgefragt wurden.

Um weiterhin einen Bezug zur DDS herzustellen, färbte ich ausgewählte Sticker in Lila und Gelb ein oder integrierte das Hand-Element.

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MERCH - BEUTEL

Auch bei den Beuteln half mir das Feedback aus den vorherigen Merch-Prozessen. Ich entwickelte vorher mehrere Ansätze und verwarf sie erneut, bis sich drei Varianten herauskristallisierten:

Variante 1: (je einseitig)

Ein Beutel mit Hand und Fachbereichslogo,

ein weiterer mit Slogan und Fachbereichslogo

Variante 2: 

Zwei Beutel mit unterschiedlichen Händen – je nach Stimmung wählbar

Variante 3:

Ein zweiseitiger Beutel mit einer Hand und dem Slogan (+Fachbereichslogo)

Nach Rücksprache mit Joanna entschieden wir uns für Variante 3. Eine Seite erhielt den Slogan, die andere eine Hand, um den Bezug zur DDS klar zu halten. In Absprache mit der Gruppe wurde die Hand lila eingefärbt, um einen starken Kontrast zum Stoff zu erzeugen und die Verbindung zu Stickern und Postkarten aufzugreifen. Schließlich Feintypografierte ich den Beutel und übergab die fertige Datei an Isidor, der gemeinsam mit Jolina den Druck der Beutel umsetzte.

Beutel_dds_merch_.pdf PDF Beutel_dds_merch_.pdf

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DOKUMENTATION

Da wir als Kurs die DDS selbst gestaltet haben und normalerweise alle Projekte ausgestellt werden, stellte sich die Frage, ob wir auch unseren eigenen Prozess dokumentieren und präsentieren sollten. In der Gruppe herrschte schnell Einigkeit, dass wir dies unbedingt umsetzen möchten.

Daraufhin setzten Susanna und ich uns zusammen und entwickelten zunächst eine Mindmap als inhaltliche Grundlage. Auf dieser Basis sammelten wir verschiedenste Bilder, Schlagwörter und Headlines, die unseren Arbeitsprozess visuell widerspiegeln sollten.

In unserem Raum gestalteten wir schließlich eine große Wandfläche, auf der wir alle Elemente anordneten. Durch die Vielzahl an Bildern und visuellen Bezügen wurde unsere Dokumentation greifbar und erzählte unseren Prozess auf eine anschauliche, visuelle Weise.

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FAZIT

Der Kurs hat sich im Laufe der Zeit stark entwickelt und mir zunehmend Freude bereitet. Zu Beginn war ich eher unmotiviert, da ich ihn ursprünglich nicht belegen wollte. Rückblickend hat er mir jedoch sehr viel über Zusammenarbeit, Gruppendynamik und den Umgang mit unterschiedlichen Persönlichkeiten gezeigt. Außerdem hat er mich auch persönlich weitergebracht.

Teilweise war der Arbeitsprozess sehr stressig, und mit mehr Zeit hätte man an einigen Stellen sicherlich noch mehr aus den Ideen herausholen können. Trotzdem war es eine wichtige Erfahrung, deren Wert ich eigentlich erst am Ende richtig verstanden habe.

Wir wurden immer wieder mit Herausforderungen, technischen Problemen und Meinungsverschiedenheiten konfrontiert. Unsere Professorin Heike gab uns bewusst Zeit und Raum, um diese Differenzen nicht zu übergehen, sondern offen zu besprechen. Wir haben darüber gesprochen, wie sich Situationen für einzelne anfühlen und wie unterschiedlich Dinge wahrgenommen werden. Das hat mir sehr geholfen, andere Perspektiven besser zu verstehen und sensibler dafür zu werden, wie unterschiedlich Menschen denken und reagieren.

Mit vielen Personen funktionierte die Zusammenarbeit sehr gut, mit anderen weniger. Eine Erkenntnis, die ich daraus mitnehme, ist jedoch folgende: Es hat mich sehr überrascht wie teilweise nachgedacht bzw. garnicht gedacht wurde, wie oft Sachen wiederholt werden mussten oder da selbst nach der Deadline Leute immer noch nicht verstanden das manche Dinge nun nicht mehr umgesetzt werden können. 

Außerdem finde ich es erschreckend wie man keine Entscheidungen treffen kann und oder nachfragt sowie nach Feedback bittet, nur weil man angst hat? Wenn man etwas nicht weiß oder unsicher ist, sollte man Fragen stellen, (es sollte jedem Bewusst sein, das nicht jeder alles wissen kann und es Inordnung und wichtig ist Fehler zu machen, vor allem für seinen eigenen Wertegang) anstatt eigenständig vom festgelegten Designkonzept abzuweichen oder sich komplett rauszuhalten. 

Offene Kommunikation ist für mich eine der wichtigsten Grundlagen funktionierender Zusammenarbeit, besonders in einem gestalterischen Prozess. Am ende hat dennoch alles funktioniert und selbst mit allen Reibungspunkten, war es eine gelungene DDS.

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Ein Projekt von

Fachgruppe

Integriertes Design

Art des Projekts

Keine Angabe

Zugehöriger Workspace

OM: New Work meets DDS – Selbstorganisation, Leadership & Design in Aktion

Entstehungszeitraum

Wintersemester 2025 / 2026