In seiner Funktionalität auf die Lehre in gestalterischen Studiengängen zugeschnitten... Schnittstelle für die moderne Lehre
In seiner Funktionalität auf die Lehre in gestalterischen Studiengängen zugeschnitten... Schnittstelle für die moderne Lehre
Als Studenten wollten wir uns auch mal die Sonne aus dem Arsch scheinen lassen. Also haben wir Hocker gebaut, der, wenn man sich drauf setzt, aufleuchtet.
In diesem Kurzprojekt haben wir ausschließlich mit den „Honeycomb“-Pappe-Material gearbeitet, dass von der Leipziger Buchmesse übrig geblieben ist.
Bevor wir mit dem eigentlichen Spaß beginnen konnten, mussten wir uns erstmal mit dem Material beschäftigen.
Wir hatten ein paar Raucherpausen und Dana war davon beeinflusst.
Ursprünglich wollte Dana nur einen Hocker machen und Lucas eine Lampe. Aber dann entstand die Idee beides zu kombinieren und einen Hocker zu bauen der leuchtet, wenn man sich drauf setzt. Alle waren war hellauf begeistert davon. And as you say „the rest is history“.
Jasmin ist am 2. oder 3. Tag der Gruppe beigetreten.
Wir haben unseren ersten Prototypen gebaut, um zu gucken wie stabil das Material wirklich ist.
Ursprünglich wollten wir die äußeren Schichten mit Sandpapier entfernen, damit das Licht durch die Waben-Struktur scheinen kann. Diese Idee mussten wir dann aber leider verwerfen, weil es perspektivisch nicht wie geplant funktioniert hat.
Danach ging es an den ersten großen Prototypen, in den ungefähren Maßen wie das Endprodukt.
Ein Würfel ohne Muster ist langweilig, deswegen haben wir als erste Idee erstmal nur Quadrate ausgeschnitten, damit wir auch die Stabilität testen können, wenn große Fläche fehlen. In Zuge dessen entstand auch der erste Verkabelungsversuch. Dabei ist zur Beleuchtung bei Druckausübung ein Öffnerkontakt pro Ader eingesetzt. Zuerst hatte der Prototyp eine Batterie als Betrieb, jedoch hätte dabei ein Spannungswandler eingesetzt werden müssen. Das wäre jedoch zu teuer geworden, also wurde es dann mit einem Stecker versehen, der über eine Steckdose läuft, damit wir nicht die Hochschule in Flammen aufgehen lassen.
Bei den Quadraten ist es natürlich nicht geblieben, weil diese zu langweilig sind.
In dieser Konstellation von Gesprächen wurde das Muster ein wichtiger Punkt. Herr Gellert hatte Spiele, als Musteridee erwähnt und mein Gedanke daraus war ein Spielkarten-Muster für den großen Würfen, weil es auch eine passende Anzahl von Motive für die vier Seiten sind.
Und dann hatte Herr Gellert uns noch zwei weitere kleinere Würfel angedreht, die auch im Spiel-Muster sind könnten, auf denen Kinder sitzen und/ oder spielen könnten. Vielleicht könnten man dann auch die die Würfel selbst als Spielwürfel benutzen.
Dementsprechend haben wir uns an die Arbeit gesetzt und fleißig die Seiten ausgeschnitten.
„Eddie“ Edgar, die Ratte, war unser kleines emotional-support Tier. :>
Wir haben, wie gewünscht, zwei weitere kleine Würfel gemacht. Einer mit Uno-Muster und größeren Zacken und einen mit typischen Würfelzahlen und kleineren Zacken.
Zur Zeitoptimierung haben wir ein Muster aus Pappe angefertigt, welches dann auf die Platten gezeichnet und direkt ausgecuttert wurde.
Im Kontext des Leuchtens haben wir zwei Varianten gemacht. Der Uno-Würfel hat, wie der große Würfel, eine Art Drucksensor und leuchtet, wenn man sich drauf setzt und der Würfel-Würfel ist der einzige, der durchgehend leuchten kann. Damit dieser auch würfelbar ist. Wenn man die Platte mit der „2“ aufmacht, kann man die LEDs mit einem Batterieschalter anmachen. Die anderen Würfel haben einen Stecker.
In der Werkstatt haben Lucas und Dana die Löcher mit dem Standbohrer für den Würfel-Würfel gebohrt.
Ursprünglich wollten wir auch die Rundungen der Musterteile der Spielkarten mit dem Bohrer machen, aber der größte Aufsatz war nicht groß genug und deswegen mussten wir die Spielkarten-Muster komplett per Hand auscuttern. Wie wir es auch für die spezielleren Muster, wie z.B. die Uno Muster, machen mussten.
Für die Technik muss ein RIESEN Dank an Lucas (und seinen Bruder) ausgesprochen werden, weil ohne ihn die Technik das Haus komplett abgefackelt hätte und die Würfel dann entweder nur in der Theorie oder nur ganz kurz leuchten würden.
Danach haben wir farbige Plastikquadrate ausgeschnitten und versucht diese anzukleben. Und das Kleben war ein absoluter SCHMERZ.
Wir wollte die Plastikquadrate austauschbar lassen und hatten uns deswegen entschieden mit Klett zu arbeiten. (Dana ist dabei fast an die Decke gegangen. Sie ist absolut kein Fan von Klett und wird es nie sein. Lucas versteht nach der ganzen Aktion auch warum.)
Das Problem war, dass man Plastik nicht mit Heißkleber kleben kann, weil es einfach nur wegschmilzt, aber nichts außer Heißkleber funktionierte auf der Pappe. Dazu haben andere Kleber auch nur schwer am Plastik gehalten.
Wir haben so viel mit Kleber herumprobiert, dass später fast nichts mehr auf den Klebestellen gehalten hat.
Wie wir es zum Endprodukt geschafft haben? Viele verschiedene Kleber übereinander und beten!
Eddie hatte ein neues zu Hause in unserem ersten mini Prototypen gefunden und Lucas hatte dann keine andere Wahl als es mitzunehmen.
Dann kam noch das letzte kleben des großen Würfels und der erste Sitztest.
Wir waren sehr happy, dass es funktionierte. Wir hatten danach noch zusätzlich eine Plastikschicht unter die Sitzplatte geklebt, damit sich der Kontaktpunkt zwischen Öffnerkontakt und der Platte nicht so stark und schnell abnutzt.
Das Kurzprojekt mit der Wabenplatte war für uns nicht nur eine kreative Herausforderung, sondern auch eine bereichernde praktische Erfahrung im Umgang mit Material und Technik. Aus einer eher verrückten Idee entstand Schritt für Schritt ein funktionales Objekt, das Sitzmöbel, Licht und spielerisches Design miteinander verbindet. Auch wenn wir uns zu Beginn nicht sicher waren, ob und wie das Konzept umsetzbar wäre.
Besonders (an-)spannend war der Prozess des Ausprobierens und Scheiterns. Viele der ersten Ideen mussten abgeändert werden, wie zum Beispiel das geplante Abschleifen der Pappe, der Kampf mit der Stromversorgung oder die verschiedenen gescheiterten Klebeversuche. Die Herausforderungen haben uns jedoch gezeigt, wie wichtig Improvisation, Geduld und gemeinsames Arbeiten sind. Zudem konnten wir viel über Materialeigenschaften, Stabilität, Verkabelung und handwerkliche Umsetzung erlernen.
Auch gestalterisch entwickelte sich das Projekt stetig weiter. Aus einfachen Formen wurden individuelle Spielkarten-, Uno- und Würfelmuster, die den Hockern nicht nur mehr Charakter, sondern auch einen verspielten Faktor verliehen.
Dadurch entstand am Ende nicht nur ein leuchtender Hocker, sondern eine kleine Serie von Sitzmöbeln mit eigener Identität. Trotz aller technischen und handwerklichen Herausforderungen hatten wir während der gesamten Zeit viel Spaß.
Am Ende sind wir stolz darauf, aus einfachem Restmaterial ein funktionierendes und interaktives Produkt geschaffen zu haben.
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