Incom ist die Kommunikations-Plattform der Hochschule Anhalt Fachbereich Design

In seiner Funktionalität auf die Lehre in gestalterischen Studiengängen zugeschnitten... Schnittstelle für die moderne Lehre

Incom ist die Kommunikations-Plattform der Hochschule Anhalt Fachbereich Design mehr erfahren

CUBE - Wenn dir die Sonne aus dem Arsch scheint

CUBE - Wenn dir die Sonne aus dem Arsch scheint

Als Studenten wollten wir uns auch mal die Sonne aus dem Arsch scheinen lassen. Also haben wir Hocker gebaut, der, wenn man sich drauf setzt, aufleuchtet.

In diesem Kurzprojekt haben wir ausschließlich mit den „Honeycomb“-Pappe-Material gearbeitet, dass von der Leipziger Buchmesse übrig geblieben ist.

Alles hat einen Anfang

Bevor wir mit dem eigentlichen Spaß beginnen konnten, mussten wir uns erstmal mit dem Material beschäftigen.

Wir hatten ein paar Raucherpausen und Dana war davon beeinflusst.

IMG_1175.jpegIMG_1175.jpeg
IMG_1177.jpegIMG_1177.jpeg
IMG_1176.jpegIMG_1176.jpeg

Gruppenfindung

Ursprünglich wollte Dana nur einen Hocker machen und Lucas eine Lampe. Aber dann entstand die Idee beides zu kombinieren und einen Hocker zu bauen der leuchtet, wenn man sich drauf setzt. Alle waren war hellauf begeistert davon. And as you say „the rest is history“.

Jasmin ist am 2. oder 3. Tag der Gruppe beigetreten.

Prototype

Wir haben unseren ersten Prototypen gebaut, um zu gucken wie stabil das Material wirklich ist. 

Ursprünglich wollten wir die äußeren Schichten mit Sandpapier entfernen, damit das Licht durch die Waben-Struktur scheinen kann. Diese Idee mussten wir dann aber leider verwerfen, weil es perspektivisch nicht wie geplant funktioniert hat.

IMG_2353.jpgIMG_2353.jpg
PHOTO-2026-04-09-17-00-42.jpgPHOTO-2026-04-09-17-00-42.jpg
PHOTO-2026-04-09-17-00-41.jpgPHOTO-2026-04-09-17-00-41.jpg
PHOTO-2026-04-09-17-00-41 (1).jpgPHOTO-2026-04-09-17-00-41 (1).jpg
PHOTO-2026-04-09-17-00-42 (1).jpgPHOTO-2026-04-09-17-00-42 (1).jpg
IMG_1185.jpegIMG_1185.jpeg
PHOTO-2026-04-09-19-10-49.jpgPHOTO-2026-04-09-19-10-49.jpg
PHOTO-2026-04-09-19-10-49 (1).jpgPHOTO-2026-04-09-19-10-49 (1).jpg
PHOTO-2026-04-09-17-00-42 (2).jpgPHOTO-2026-04-09-17-00-42 (2).jpg
PHOTO-2026-04-10-18-31-15.jpgPHOTO-2026-04-10-18-31-15.jpg
IMG_1181.jpegIMG_1181.jpeg

2. Prototype

Danach ging es an den ersten großen Prototypen, in den ungefähren Maßen wie das Endprodukt. 

Ein Würfel ohne Muster ist langweilig, deswegen haben wir als erste Idee erstmal nur Quadrate ausgeschnitten, damit wir auch die Stabilität testen können, wenn große Fläche fehlen. In Zuge dessen entstand auch der erste Verkabelungsversuch. Dabei ist zur Beleuchtung bei Druckausübung ein Öffnerkontakt pro Ader eingesetzt. Zuerst hatte der Prototyp eine Batterie als Betrieb, jedoch hätte dabei ein Spannungswandler eingesetzt werden müssen. Das wäre jedoch zu teuer geworden, also wurde es dann mit einem Stecker versehen, der über eine Steckdose läuft, damit wir nicht die Hochschule in Flammen aufgehen lassen. 

Bei den Quadraten ist es natürlich nicht geblieben, weil diese zu langweilig sind. 

In dieser Konstellation von Gesprächen wurde das Muster ein wichtiger Punkt. Herr Gellert hatte Spiele, als Musteridee erwähnt und mein Gedanke daraus war ein Spielkarten-Muster für den großen Würfen, weil es auch eine passende Anzahl von Motive für die vier Seiten sind. 

Und dann hatte Herr Gellert uns noch zwei weitere kleinere Würfel angedreht, die auch im Spiel-Muster sind könnten, auf denen Kinder sitzen und/ oder spielen könnten. Vielleicht könnten man dann auch die die Würfel selbst als Spielwürfel benutzen.

Dementsprechend haben wir uns an die Arbeit gesetzt und fleißig die Seiten ausgeschnitten.

IMG_1187.jpegIMG_1187.jpeg
IMG_1193.jpegIMG_1193.jpeg
IMG_1196.JPGIMG_1196.JPG
IMG_1200.jpegIMG_1200.jpeg
IMG_1204.jpegIMG_1204.jpeg
IMG_1205.jpegIMG_1205.jpeg
IMG_1209.jpegIMG_1209.jpeg
IMG_1211.jpegIMG_1211.jpeg
IMG_2316.jpgIMG_2316.jpg
IMG_2316.jpgIMG_2316.jpg
IMG_6660.JPGIMG_6660.JPG

In die Werksatt, let's go

PHOTO-2026-04-13-18-28-14.jpgPHOTO-2026-04-13-18-28-14.jpg
PHOTO-2026-04-13-18-28-14 (1).jpgPHOTO-2026-04-13-18-28-14 (1).jpg
IMG_1216.jpegIMG_1216.jpeg
IMG_1217.jpegIMG_1217.jpeg
IMG_1219.jpegIMG_1219.jpeg

EDDIE (und weitere Würfel)

„Eddie“ Edgar, die Ratte, war unser kleines emotional-support Tier. :>

Wir haben, wie gewünscht, zwei weitere kleine Würfel gemacht. Einer mit Uno-Muster und größeren Zacken und einen mit typischen Würfelzahlen und kleineren Zacken.

Zur Zeitoptimierung haben wir ein Muster aus Pappe angefertigt, welches dann auf die Platten gezeichnet und direkt ausgecuttert wurde. 

Im Kontext des Leuchtens haben wir zwei Varianten gemacht. Der Uno-Würfel hat, wie der große Würfel, eine Art Drucksensor und leuchtet, wenn man sich drauf setzt und der Würfel-Würfel ist der einzige, der durchgehend leuchten kann. Damit dieser auch würfelbar ist. Wenn man die Platte mit der „2“ aufmacht, kann man die LEDs mit einem Batterieschalter anmachen. Die anderen Würfel haben einen Stecker.

IMG_1228.jpegIMG_1228.jpeg
IMG_1231.jpegIMG_1231.jpeg
IMG_1232.jpegIMG_1232.jpeg
IMG_1230.jpegIMG_1230.jpeg

In der Werkstatt, yet again

In der Werkstatt haben Lucas und Dana die Löcher mit dem Standbohrer für den Würfel-Würfel gebohrt.

Ursprünglich wollten wir auch die Rundungen der Musterteile der Spielkarten mit dem Bohrer machen, aber der größte Aufsatz war nicht groß genug und deswegen mussten wir die Spielkarten-Muster komplett per Hand auscuttern. Wie wir es auch für die spezielleren Muster, wie z.B. die Uno Muster, machen mussten.

IMG_1237.jpegIMG_1237.jpeg
PHOTO-2026-04-17-17-04-22.jpgPHOTO-2026-04-17-17-04-22.jpg
PHOTO-2026-04-17-17-04-21 (2).jpgPHOTO-2026-04-17-17-04-21 (2).jpg
PHOTO-2026-04-17-17-04-21 (1).jpgPHOTO-2026-04-17-17-04-21 (1).jpg
PHOTO-2026-04-17-17-04-21.jpgPHOTO-2026-04-17-17-04-21.jpg
IMG_1235.jpegIMG_1235.jpeg

Technik und Kleben

Für die Technik muss ein RIESEN Dank an Lucas (und seinen Bruder) ausgesprochen werden, weil ohne ihn die Technik das Haus komplett abgefackelt hätte und die Würfel dann entweder nur in der Theorie oder nur ganz kurz leuchten würden.

Danach haben wir farbige Plastikquadrate ausgeschnitten und versucht diese anzukleben. Und das Kleben war ein absoluter SCHMERZ. 

Wir wollte die Plastikquadrate austauschbar lassen und hatten uns deswegen entschieden mit Klett zu arbeiten. (Dana ist dabei fast an die Decke gegangen. Sie ist absolut kein Fan von Klett und wird es nie sein. Lucas versteht nach der ganzen Aktion auch warum.)

Das Problem war, dass man Plastik nicht mit Heißkleber kleben kann, weil es einfach nur wegschmilzt, aber nichts außer Heißkleber funktionierte auf der Pappe. Dazu haben andere Kleber auch nur schwer am Plastik gehalten. 

Wir haben so viel mit Kleber herumprobiert, dass später fast nichts mehr auf den Klebestellen gehalten hat. 

Wie wir es zum Endprodukt geschafft haben? Viele verschiedene Kleber übereinander und beten!

PHOTO-2026-04-20-18-47-47.jpgPHOTO-2026-04-20-18-47-47.jpg
PHOTO-2026-04-20-18-47-48 (1).jpgPHOTO-2026-04-20-18-47-48 (1).jpg
PHOTO-2026-04-20-19-34-02.jpgPHOTO-2026-04-20-19-34-02.jpg
PHOTO-2026-04-20-19-34-03 (1).jpgPHOTO-2026-04-20-19-34-03 (1).jpg
PHOTO-2026-04-20-18-47-48.jpgPHOTO-2026-04-20-18-47-48.jpg
PHOTO-2026-04-20-19-34-03.jpgPHOTO-2026-04-20-19-34-03.jpg
PHOTO-2026-04-20-19-34-02 (1).jpgPHOTO-2026-04-20-19-34-02 (1).jpg
PHOTO-2026-04-20-19-34-03 (2).jpgPHOTO-2026-04-20-19-34-03 (2).jpg

EDDIE (und die letzten Schritte)

Eddie hatte ein neues zu Hause in unserem ersten mini Prototypen gefunden und Lucas hatte dann keine andere Wahl als es mitzunehmen.

Dann kam noch das letzte kleben des großen Würfels und der erste Sitztest. 

Wir waren sehr happy, dass es funktionierte. Wir hatten danach noch zusätzlich eine Plastikschicht unter die Sitzplatte geklebt, damit sich der Kontaktpunkt zwischen Öffnerkontakt und der Platte nicht so stark und schnell abnutzt.

IMG_1242.jpegIMG_1242.jpeg
IMG_1241.jpegIMG_1241.jpeg
IMG_1245.jpegIMG_1245.jpeg
IMG_1246.jpegIMG_1246.jpeg
IMG_1250.JPGIMG_1250.JPG

Studiofotos (Dana's Edition)

1.jpg1.jpg
2.jpg2.jpg
3.jpg3.jpg
10.jpg10.jpg
12.jpg12.jpg
4.jpg4.jpg
5.jpg5.jpg
7.jpg7.jpg
13.jpg13.jpg
9.jpg9.jpg
8.jpg8.jpg
14.jpg14.jpg
15.jpg15.jpg
17.jpg17.jpg
18.jpg18.jpg
19.jpg19.jpg
25.jpg25.jpg
26.jpg26.jpg
27.jpg27.jpg
28.jpg28.jpg
30.jpg30.jpg
35.jpg35.jpg
36.jpg36.jpg
32.jpg32.jpg
45.jpg45.jpg

Studiofotos (Lucas' Edition)

Alle.jpgAlle.jpg
Würfel_1.jpgWürfel_1.jpg
Würfel_2.jpgWürfel_2.jpg
Würfel_UNO_1.jpgWürfel_UNO_1.jpg
Würfel_Spielkarten_4.jpgWürfel_Spielkarten_4.jpg
Wüfel_Spielkarten_1.jpgWüfel_Spielkarten_1.jpg
Würfel_Spielkarten_2.HEIC.jpgWürfel_Spielkarten_2.HEIC.jpg
Models.jpgModels.jpg
Sitzen_1.jpgSitzen_1.jpg

Studiofotos (Outtakes)

16.jpg16.jpg
37.jpg37.jpg
38.jpg38.jpg
40.jpg40.jpg
41.jpg41.jpg
42.jpg42.jpg
43.jpg43.jpg
44.jpg44.jpg
20.jpg20.jpg

Fazit

Das Kurzprojekt mit der Wabenplatte war für uns nicht nur eine kreative Herausforderung, sondern auch eine bereichernde praktische Erfahrung im Umgang mit Material und Technik. Aus einer eher verrückten Idee entstand Schritt für Schritt ein funktionales Objekt, das Sitzmöbel, Licht und spielerisches Design miteinander verbindet. Auch wenn wir uns zu Beginn nicht sicher waren, ob und wie das Konzept umsetzbar wäre.

Besonders (an-)spannend war der Prozess des Ausprobierens und Scheiterns. Viele der ersten Ideen mussten abgeändert werden, wie zum Beispiel das geplante Abschleifen der Pappe, der Kampf mit der Stromversorgung oder die verschiedenen gescheiterten Klebeversuche. Die Herausforderungen haben uns jedoch gezeigt, wie wichtig Improvisation, Geduld und gemeinsames Arbeiten sind. Zudem konnten wir viel über Materialeigenschaften, Stabilität, Verkabelung und handwerkliche Umsetzung erlernen.

Auch gestalterisch entwickelte sich das Projekt stetig weiter. Aus einfachen Formen wurden individuelle Spielkarten-, Uno- und Würfelmuster, die den Hockern nicht nur mehr Charakter, sondern auch einen verspielten Faktor verliehen.

Dadurch entstand am Ende nicht nur ein leuchtender Hocker, sondern eine kleine Serie von Sitzmöbeln mit eigener Identität. Trotz aller technischen und handwerklichen Herausforderungen hatten wir während der gesamten Zeit viel Spaß.

Am Ende sind wir stolz darauf, aus einfachem Restmaterial ein funktionierendes und interaktives Produkt geschaffen zu haben.

Fachgruppe

Integriertes Design

Art des Projekts

Studienarbeit im zweiten Studienabschnitt

Betreuer_in

foto: uwe gellert

Zugehöriger Workspace

KP 3D ss26 honeycomb

Entstehungszeitraum

Sommersemester 2026

Keywords