In seiner Funktionalität auf die Lehre in gestalterischen Studiengängen zugeschnitten... Schnittstelle für die moderne Lehre
In seiner Funktionalität auf die Lehre in gestalterischen Studiengängen zugeschnitten... Schnittstelle für die moderne Lehre
Das Thema meines Projekts ist Flexibilität durch Wiederholung und Bewegung. Fanar Flex untersucht, wie ein starres Material wie Honeycomb-Platte durch Segmentierung und Verbindung beweglich werden kann. Inspiriert von der Bewegung eines Faltfächers verändert das Objekt seine Form und passt sich unterschiedlichen Raumsituationen an.
Fanar Flex ist ein flexibler Hocker, der von der Bewegung eines Faltfächers und eines Akkordeons inspiriert wurde. Die Idee war, aus einem eher starren Material eine bewegliche und anpassbare Sitzstruktur zu entwickeln. Durch das Öffnen und Zusammenschieben verändert sich die Form und reagiert auf unterschiedliche Situationen im Raum.
Am Anfang habe ich verschiedene Bewegungen und Mechanismen skizziert und ausprobiert. Zuerst habe ich mit Scherenmechanismen und faltbaren Formen experimentiert. Mit der Zeit entwickelte sich daraus die Idee einer linearen Struktur, die sich ähnlich wie ein Akkordeon bewegen kann.
Der finale Entwurf besteht aus acht gebogenen Elementen, die miteinander verbunden sind. Im geschlossenen Zustand hat der Hocker eine Größe von 40 × 40 cm. Wenn man ihn auseinanderzieht, erweitert sich die Struktur auf bis zu 80 cm. Trotz der Beweglichkeit bleibt die Form stabil und nutzbar.
Die ersten Modelle und Bewegungsstudien wurden in Fusion 360 entwickelt. Dabei habe ich vor allem die Proportionen, die Beweglichkeit und das Verhalten des Materials getestet.
Während des Prozesses wurde schnell klar, dass sich Honeycomb-Karton nicht einfach biegen lässt, ohne an Stabilität zu verlieren. Deshalb habe ich die Konstruktion in mehrere einzelne Segmente aufgeteilt. Verschiedene Abstände, Verbindungen und Bewegungsrichtungen wurden mehrfach getestet und angepasst.
Der Prototyp wurde aus Honeycomb-Platte gebaut. Die einzelnen Teile wurden mit kleinen Holzstücken und Holzleim verbunden. Zwischen den Segmenten habe ich Stoff eingesetzt, damit die Teile flexibel bleiben und sich gemeinsam bewegen können.
Durch das Projekt habe ich gelernt, wie man mit einem eigentlich starren Material trotzdem Bewegung erzeugen kann. Besonders spannend war das Experimentieren mit den Grenzen des Materials und der Verbindungstechnik. Rückblickend würde ich gerne noch weiter an der Stabilität und den Details der Konstruktion arbeiten.
Fanar Flex wurde für öffentliche Räume wie Bibliotheken, Schulen oder Ausstellungen entworfen. Mehrere Hocker können miteinander kombiniert werden, sodass unterschiedliche Formen und Sitzsituationen entstehen. Dadurch wird der Hocker nicht nur funktional, sondern auch flexibel im Raum einsetzbar.