Incom ist die Kommunikations-Plattform der Hochschule Anhalt Fachbereich Design

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KP MILANO 2026

Besuch der Milan Design Week 2026 als studentisches Kurzprojekt

Fragestellung

Inwiefern wird der Preis bei Designmöbelstücken durch Funktionalität und / oder Exklusivität bestimmt? Wann wird ein Möbelstück primär zum Objekt zur ästhetischen Aufwertung und Vermarktung?

Inspiration

Ich hinterfrage die Gestaltung im Möbeldesign kritisch, um Strukturen der Konsumgesellschaft sichtbar zu machen. Ziel ist es aufzuzeigen, dass durch reduzierte, zeitlose Gestaltung nachhaltige und langlebige Lösungen möglich sind.

Ganz nach dem Motto: „Weniger ist mehr“ oder „Form folgt Funktion“ fordern beide Prinzipien eine klare und rezudierte Gestaltung. Daher kommt meine Interresse Möbel in ihrem Design zu hinterfragen und zu optimieren.

Beobachtung

Viele moderne Möbel sind zwar als Designobjekte stark inszeniert, werden aber im Alltag kaum über ihre Grundfunktion hinaus genutzt. Dabei fällt auf, dass ästhetische und markenbezogene Aspekte oft stärker im Vordergrund stehen als tatsächliche Funktionalität oder Alltagstauglichkeit.

Im Rahmen meiner Untersuchung habe ich mit Designer:innen über die Gestaltung ihrer Möbelobjekte gesprochen. Bei kritischen Nachfragen hinsichtlich Komfort oder praktischer Nutzbarkeit, wichen viele aus oder beantworteten diese nur indirekt. Auffällig war zudem der bewusste Einsatz exklusiver und teurer Materialien wie Schweizer Marmor, Eisen oder speziell verarbeitetem Glas, sowie die Produktion in sehr begrenzten Stückzahlen, wodurch die Objekte im vierstelligen Preisbereich liegen.

Dabei stellt sich die Frage, inwiefern dieser Preis durch funktionale Qualität gerechtfertigt ist oder ob er vielmehr durch Markenwert, Designautorenschaft und Exklusivität bestimmt wird. Ebenso bleibt zu hinterfragen, ob solche Möbel primär aufgrund ihrer Gestaltung geschätzt werden oder ob sie innerhalb der Konsumgesellschaft vor allem als Statussymbole fungieren.

Fazit

Zusammenfassend kann ich sagen, dass der Preis vieler Designmöbel nur bedingt aus ihrer funktionalen Qualität resultiert, sondern vielmehr durch Exklusivität, Materialwahl und Markeninszenierung bestimmt wird. Dadurch entsteht ein Spannungsfeld zwischen tatsächlichem Gebrauchswert und symbolischem Wert, das kritisch hinterfragt werden sollte. Aus meiner Sicht erscheint es problematisch, dass hohe Preise häufig nicht durch Funktion oder Nachhaltigkeit gerechtfertigt sind, weshalb ein stärkerer Fokus auf verantwortungsvolles und nachhaltiges Design notwendig ist.

Aus meinen Gesprächen mit den Designer ist zu erkennen, dass sie ihren Fokus auf die freie künstlerische Tätigkeit legen und damit das Design rechtfertigen. Dabei steht die Funktionalität des Designs im Hintergrund.

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Präsentation

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Fotos

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Mailand Video

Ein Projekt von

Fachgruppe

Integriertes Design

Art des Projekts

Studienarbeit im zweiten Studienabschnitt

Betreuer_in

foto: Nicolai Neubert

Zugehöriger Workspace

KP MILANO 2026

Entstehungszeitraum

Sommersemester 2026