In seiner Funktionalität auf die Lehre in gestalterischen Studiengängen zugeschnitten... Schnittstelle für die moderne Lehre
In seiner Funktionalität auf die Lehre in gestalterischen Studiengängen zugeschnitten... Schnittstelle für die moderne Lehre
In diesem KP ging es darum, mit Licht und Schatten zu experimentieren und daraus ein eigenes Objekt zu entwickeln. Mithilfe von z.B. LED-Modulen und verschiedenen Materialien sollen unterschiedliche Formen und Lichtwirkungen ausprobiert werden. Aus ersten Ideen und einfachen Modellen soll Schritt für Schritt ein Lichtobjekt entstehen, bei dem das Zusammenspiel von Form, Licht und Schatten im Mittelpunkt steht.
Anfangs haben wir uns erstmal gemeinsam in der Gruppe mit dem Thema Licht und Schatten beschäftigt und verschiedene Ideen gesammelt. Durch den Input von Lukas und den Austausch untereinander habe ich dann auch erste Inspirationen für mein eigenes Projekt bekommen. Ich habe dann damit angefangen verschiedene Ideen zu skizzieren und zu überlegen, welche Materialien ich dafür verwenden könnte. Leider war ich in der ersten Woche des KP krank und konnte deshalb kaum weiterarbeiten. In der darauffolgenden Woche habe ich mich dann für eine meiner Ideen entschieden und angefangen, die passenden Materialien dafür zu besorgen.
Meine Idee war, eine säulenförmige Stehlampe zu machen, die mit Stoff umhüllt ist. Dafür wollte ich Organza verwenden und habe mir zunächst verschiedene Varianten des Stoffes angeschaut. Meine Vorstellung war ein Stoff in Orange- bis Rottönen, der je nach Blickwinkel seine Farbe verändert. Das stellte sich aber als schwieriger heraus als gedacht, da Organza, grade mit diesem Effekt, meist aus Seide besteht und dadurch zu teuer war. Ich habe dann noch eine synthetische Variante in Rot gefunden, die zwar nicht meinen gewünschten Farbwechsel-Effekt hat, aber trotzdem für meine Lampe funktioniert.
Danach habe ich mich mit dem Aufbau der Lampe beschäftigt. Mir war wichtig, dass sie stabil steht und der Stoff genügend Abstand zur Lichtquelle hat, damit interessante Schatten entstehen können und der Stoff durch die mögliche Hitze der Lichtquelle nicht beschädigt wird. Dafür habe ich zerstmal zwei Kreise aus einem styroporähnlichen Material ausgeschnitten und sechs Metallstäbe darin befestigt. Die Stäbe verlaufen leicht gedreht, sodass eine sanduhrartige Form entsteht, die der Lampe ihre Silhouette gibt. Da die Stäbe in der Mitte ja Abstand für eine Lichtquelle lassen sollten, habe ich versucht, aus Draht einen kleinen Abstandshalter zu bauen.
Parallel dazu habe ich bereits ausprobiert, wie ich den Stoff später um die Konstruktion legen könnte. Dabei wollte ich rausfinden, wie er am besten fällt und welche Wirkung unterschiedliche Anordnungen auf die Form der Lampe und die entstehenden Schatten haben. Als ich mit dem grundsätzlichen Aufbau zufrieden war, habe ich mich genauer mit den Materialien für die fertige Lampe auseinandergesetzt.
Ich habe mich dann dafür entschieden, den oberen und unteren Sockel der Lampe aus Holz zu machen und die Teile dafür in der Werkstatt vorbereitet. Zusätzlich habe ich in der Metallwerkstatt einen stabileren Abstandshalter für die Mitte sowie zwei Aluminiumplatten Lasern lassen. Diese sind dazu da den Stoff zwischen Holz und Platte festzukleben und gleichzeitig den Metallstäben mehr Stabilität zu geben. Außerdem habe ich eine Acrylglasröhre bestellt, die später in die Mitte der Lampe eingesetzt wird. Sie soll für den Großteil der Stabilität sorgen und gleichzeitig einen ausreichenden Abstand zwischen dem Stoff und dem Leuchtmittel gewährleisten.
Da mir die helle Holzfarbe nicht zum roten Stoff gefallen hat, habe ich den Sockel zusätzlich mit einer Holzlasur eingefärbt.
Im Anschluss habe ich alle Teile zusammengefügt und angefangen mich um den Stoff zu kümmern. Dafür habe ich an beiden Rändern eine Faltennähtechnik benutzt, um dem Stoff mehr Struktur und Dimension zu geben. Dadurch sollte er nicht einfach glatt an der Konstruktion herunterhängen, sondern eine interessantere Form bekommen und auch die Wirkung von Licht und Schatten mehr beeinflussen.
Als nächstes war es zu klären wie, wo und was für eine Lichtquelle ich verwende. Ich habe dazu mit ein paar Lampen rum probiert und mich schlussendlich dafür entschieden eine Fassung und Glühbirne zu kaufen die schmal genug sind in die Acrylglass Röhre zu passen. Für diese habe ich dann aus 2 3D gedruckten Teilen und und 2 dünnen Metal Stäbchen eine simple Konstruktion gemacht die dafür sorgt das die Lichtquelle in der Mitte der Lampe ist.
Das KP war für mich sehr Interessant, ich konnte viel ausprobieren, dazu lernen und hatte spaß daran etwas zu machen was ich vorher noch nie gemacht hatte. Auch wenn die Lampe schlussendlich nicht ganz so geworden ist wie ich es mir vorgestellt habe bin ich trotzdem zufrieden mit dem Ergebnis.
Ein großes Dankeschön auch noch mal an Lukas der uns is dem Projekt wirklich Top unterstützt hat :)