In seiner Funktionalität auf die Lehre in gestalterischen Studiengängen zugeschnitten... Schnittstelle für die moderne Lehre
In seiner Funktionalität auf die Lehre in gestalterischen Studiengängen zugeschnitten... Schnittstelle für die moderne Lehre
Moderne Projektionstechniken ermöglichen es, Bilder und Texte scheinbar freischwebend im Raum darzustellen. Diese Methode wird zunehmend in Kunst, Werbung und Wissenschaft genutzt, um Inhalte auf neue Weise erlebbar zu machen. Ein zentraler Aspekt dabei ist die Wechselwirkung zwischen Licht, Material und Umgebung. Welche technischen und gestalterischen Faktoren sind dabei entscheidend, um eine klare und wirkungsvolle Darstellung zu erreichen?
Die erste Idee war, ein 3D-Hologramm zu erzeugen, das als schwebendes Objekt im Raum erscheint. Da Nebelpartikel Licht streuen, könnte dadurch ein Bild sichtbar gemacht werden. Die Hypothese lautete, dass Nebel in einem Würfel eine stabile und greifbare Erscheinung des Objekts erzeugt. Allerdings stellt Nebel als flüchtiges Medium eine Herausforderung dar, da er sich schnell im Raum auflöst. Die Idee im Experiment bestand darin, den Nebel in einer Plexiglasbox zu halten, um eine konstante und klare Projektion zu ermöglichen.
Wie genau das aussieht musste noch herausgefunden werden. Dazu habe ich unterschiedliche Skizzen angefertigt.
Im ersten Experiment habe ich verschiedene Materialien und Geräte eingesetzt. Ein Beamer diente zur Projektion der Animationen, während eine Nebelmaschine das lichtstreuende Medium erzeugte. Ein Plexiglaswürfel, um den Nebel zu stabilisieren und eine gleichmäßige Verteilung innerhalb eines Raumes zu ermöglichen. Die erste Testanimation den Ring habe ich in Blender erstellt, um zu schauen wie es sich nun mit dem Nebel verhält und ob er projiziert wird, wie in der Theorie.
Ich habe das Experiment aus verschiedenen Perspektiven beobachtet und den Einfallswinkel der Projektion sowie die Nebeldichte variiert. Der projizierte Ring erzeugte zwar einen schwebenden Eindruck, wirkte jedoch unscharf. Besonders feine Details gingen im Nebel verloren. Ich stellte fest, dass komplexe Strukturen schwer erkennbar sind. Erst auf angerautem Glas wurden Muster sichtbarer.
Ich testete verschiedene Schriftarten und animierte eine Getränkekarte sowie ein Logo. Dabei stellte ich fest, dass einfarbige, filigrane Schrift am besten funktioniert. Der 3D-Effekt ließ sich weiter verstärken, indem ich die Nebeldichte anpasste und eine Projektorfolie auf der „Projektionsseite“ verwendete, statt Plexiglas. Somit hatte das projizierte Bild ein Material auf welchem es sich abbilden konnte.
Für das finale Projekt könnte das Feel Festival als möglicher Auftraggeber infrage kommen. Die Installation würde als visuelle Skulptur auf dem Festivalgelände eingesetzt werden.
Einsatzmöglichkeiten:
• An der Bar: Anzeige für Cocktail-Specials, z. B. „Cocktail des Tages“
• Audiovisuelle Installation: Kunstobjekt, das die Festivalatmosphäre bereichert
• Auf der Bühne: Projektion von Künstlernamen oder wichtigen Informationen als Teil der Show
Anwendungsbereiche und künstlerische Ansätze
Kunstinstallationen: Einsatz einer Nebelwand für immersive, holographische Effekte in Ausstellungen
Präsentationen und Werbung: Nutzung der „schwebenden Bilder“ für innovative Produktpräsentationen
Bildung und Wissenschaft: Darstellung wissenschaftlicher Inhalte wie Molekülmodelle – klare Darstellung auf Glas, atmosphärische Wirkung im Nebel
Audioreaktive Projektionen: Möglichkeit, Visuals dynamisch auf Musik oder Geräusche reagieren zu lassen
Die Erzeugung schwebender Bilder durch Licht und Projektion eröffnet neue gestalterische Möglichkeiten. Ob in Kunst, Werbung oder Wissenschaft – die Technik verbindet Ästhetik und Funktion auf innovative Weise. Ihr Potenzial liegt darin, Informationen und Erlebnisse neu zu inszenieren und Räume immersiv zu gestalten. Ich fand das Projekt extrem spannend, da ich zuvor noch nie mit Hologrammen gearbeitet habe. Es ist toll, dass wir in diesem Bereich forschen und experimentieren konnten.