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KETHIK - Künstliche Intelligenz und Ethik

KETHIK - Künstliche Intelligenz und Ethik

In meiner Bachelorarbeit habe ich mich mit dem Thema KETHIK (Künstliche Intelligenz und Ethik) auseinandergesetzt. Urpsrünglich ausgehend von der rein moralischen und theoretischen Betrachtung des Themas, habe ich mich später vor allem aktiv mit KI-Tools und deren Verwendung beschäftigt.

Den Ausgang meiner Thesis bildet eine Designmethode namens 'Using an AI as a co-designer, to create a...', die sowohl dazu motivieren, als auch einen Leitfaden für Designer bilden soll, kreativ und kollaborativ mit Künstlicher Intelligenz bzw. Machine Learning zu arbeiten.

Neben der Methode ist auch ein Bildband names 'artificial brain farts' entstanden, indem die schönsten, interessantesten und witzigsten Resultate der durchgeführten Experimente festgehalten sind.

Abstract English

In my bachelor thesis I dealt with the topic artificial intelligence and ethics. Originally starting from a purely moral and theoretical consideration of the topic, I later dealt mainly with AI tools and their use.

The starting point of my thesis is a design method called 'Using an AI as a co-designer, to create a...', which is meant to motivate and guide designers to work creatively and collaboratively with artificial intelligence and machine learning.

In addition to the method, an illustrated book called 'artificial brain farts' has been created, in which the most beautiful, most interesting and funniest results of the conducted experiments are recorded.

Recherche

artificial brain farts

Das Buch bzw. der Bildband 'artificial brain farts' ist ein Ausgang meiner Thesis, neben der Designmethode.

In dem Buch sind die Experimente, die im Laufe meiner Arbeit entstanden sind, festgehalten und aufbereitet. Die Sammlung besteht aus KI-generierten Grafiken und Zitaten.

Falls Interesse an Erwerb des Buches besteht, bitte einfach bei mir melden. Es gibt eine begrenzte Stückzahl.

Zuzüglich dazu, poste ich auf dem folgenden Instagram-Kanal einige Ausschnitte aus dem Buch, sowie weitere Experimente:

@artificialbrainfarts

Using an AI as a co-designer, to create a ..

Die Designmethode stellt eine Möglichkeit dar, wie man in Zukunft kollaborativ mit Künstlicher Intelligenz arbeiten könnte. Das Booklet soll Designer dazu motivieren, sich mit modernen Technologien, wie automatisierte Bild- oder Texgeneration, zu beschäftigen bzw. diese kreativ zu nutzen. 

In der Methode wird anhand eines Double-Diamond-Modells beschrieben, wie ein Designobjekt zusammen mit einer KI gestaltet werden könnte. Am Beispiel eines Raumschiffs wird die Ideation eines Design-Prozesses automatisiert.

Dokumentation

Persönliche Reflexion

Erst kürzlich ist mir wieder klar geworden, dass ich bereits vor meinem Studium Generative Design als mögliches Thema meiner Bachelorarbeit ins Auge gefasst hatte. Automatisierung kreativer Prozesse und intelligente Technologien stellten in diesem Zusammenhang also ein guter Ansatz für den Abschluss meines Studium dar.

Bereits während der Fertigstellung der Recherche hinterfragte ich mein Thema kontinuierlich. Zwar faszinierte mich das Thema Kethik sehr, und auch von Außenstehenden wurde es immer wieder als “interessant” beurteilt, aber dennoch legte der ethische Aspekt der Betrachtung mir immer wieder Steine in den Weg. Der Blickwinkel der Ethik bietet zwar einerseits ein breites Spektrum an Optionen, diese zu betrachten, allerdings fällt es überaus schwer, jene in einer theoretischen Konzeptarbeit zu behandeln. Das Thema ist einerseits stets prominent und doch sehr abstrakt, versucht man sich konkret damit zu befassen.

In der Ideation befasste ich mich hauptsächlich mit Konzepten, die die ethisch relevanten Probleme aus der Recherche behandelten. Jene Ansätze scheiterten, wie schon erwähnt, oft an meinem eigenen Anspruch, der technischen Realisierbarkeit oder dem negativen Feedback. Da dieser Schritt meiner Arbeit einen maßgeblichen Teil der Zeit einnahm, entschied ich mich dafür mit Experimenten zu beginnen und daraus Ideen zu entwickeln. Aus den Möglichkeiten, die sich als außenstehender Designer ohne Programmierkenntnisse boten, erkundete ich verschiedene Werkzeuge, die für meine Zielstellung sinnhaft erschienen. Rückblickend war diese Entscheidung wirklich hilfreich für den folgenden Prozess.

Mir war wichtig, nicht nur ein Problem anzugehen, sondern darüber aufzuklären und den Menschen Nahe zu bringen wo die Chancen liegen und nicht die nur Nachteile. Speziell die Nähe des Betrachters zum Produkt war mir wichtig. Ich glaube, dass ich mit den abgeschlossenen Experimenten großes Interesse für das Thema geweckt werden könnte.

Am Anfang lag speziell spekulatives Design in meinem Fokus. Im Laufe der Ideation ist mir dann klar geworden, dass sich diese Herangehensweise und die positive Dotierung meiner gewünschten Aussage nur schwer zu vereinen sind.

Des weiteren wurde mir zu spät klar, wie genau mein Zeitplan strukturiert sein sollte. Im Prinzip hielt ich diesen bis zur Konzeption ein, allerdings verzögerte sich danach alles nach hinten, bis ich schließlich mit den Experimenten begann, die ursprünglich nicht in diesen Plan inbegriffen waren. Wahrscheinlich wäre es besser gewesen, mich früher auf eines der Konzepte festzulegen, allerdings bin ich rückblickend recht zufrieden mit dem Ergebnis meiner Arbeit.

Viele Erkenntnisse, die durchaus wichtig für meinen Prozess gewesen wären, erlangte ich erst beim Schreiben der Dokumentation. Zwar führte ich bereits seit Anfang des Projektes Protokoll über meine Ideen, das Feedback der Besprechungen und die Experimente, aber im Nachhinein betrachtet, hätte ich eher mit der schriftlichen Ausarbeitung beginnen sollen.

Eine Einschränkung, die nicht nur mich betraf, war die fehlende Kommunikation und die regelmäßigen Treffen mit Kommilitonen und Professoren an der Hochschule. Die größte Zeit meines Studiums habe ich in der Hochschule gearbeitet und den kontinuierlichen Austausch genossen, welcher auch wichtig für viele Entscheidungen während meiner Projekte war. Zwar half das Feedback aus den Konsultationen und der Kolloquien an vielen Stellen weiter, allerdings fehlte das kontinuierliche und gewissermaßen zwanglose Feedback aus dem alltäglichen Arbeiten in der cloud oder der Sauna. Obwohl ich in diesem Fall unabhängig von Werk- und Produktionsstätten war, beeinträchtigten die sozialen Einschränkungen meinen Workflow trotzdem zu einem gewissen Teil.

Rückblickend bereue ich es nicht, ein verhältnismäßig offenes Thema gewählt zu haben. Dennoch wäre es hilfreich gewesen, vor der Thesis, bereits einige Ideen zu dem Thema gehabt zu haben und diese im Laufe der Ideation zu evaluieren. Würde ich das Projekt nun erneut angehen, würde ich mich wahrscheinlich eher meinem ursprünglich zweiten Thema “Künstliche Kreativität” widmen. Während des Prozesses ist mir sowohl die starke Verbindung zu meiner Tätigkeit als Digital Artist aufgefallen, als auch die faszinierenden Möglichkeiten, die sich bei der Arbeit mit diesen Werkzeugen ergeben.