In seiner Funktionalität auf die Lehre in gestalterischen Studiengängen zugeschnitten... Schnittstelle für die moderne Lehre
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Trilogie der Form
Porzellan: Experimentelles Gestalten mit drei Dimensionen, Formen und Prinzipien
Szenario
Die Zahl Drei gilt seit jeher als eine der bedeutungsvollsten Zahlen. In den meisten Kulturen der Welt ist sie mit einer besonderen Symbolik verbunden. In der Antike stand sie für die Ordnung der Welt, und göttliche Triaden finden sich in nahezu allen Mythologien. Auch in den großen Weltreligionen spielt die Drei eine zentrale Rolle.
In Märchen und Mythen verschiedener Völker erhält die Zahl Drei eine besondere Bedeutung. In manchen Kulturen steht sie für Ausgewogenheit und Vollkommenheit – wie etwa im Beziehungsdreieck, in den drei Raumdimensionen oder den räumlichen Ausrichtungen: horizontal, vertikal und diagonal. Auch zeitliche Dimensionen wie Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft lassen sich in der Drei fassen.
Durch die Verbindung von drei Elementen entsteht häufig eine Entwicklung – eine Dynamik. Und nicht zuletzt: „Alle guten Dinge sind drei.“
Ein zentraler Bezugspunkt für dieses Projekt ist das Triadische Ballett von Oskar Schlemmer, in dem die Zahl Drei durch die experimentelle Verbindung von Körper, Kostüm und Raumkunst zu einem bedeutenden Ausdruck der Bauhaus-Bewegung wurde.
Entwurf
Fragen zur Dimensionalität, zu geometrischen Verhältnissen und zur Wirkung im Raum gehören zu den Grundpfeilern der plastischen Formgestaltung.
Für den Entwurf werden zunächst drei einfache geometrische Grundkörper in ihrer plastischen Qualität, Räumlichkeit und ästhetischen Wirkung untersucht. Diese Körper können durch Abschneiden, Durchdringen oder Quetschen verändert werden. Neue proportionale Zusammensetzungen werden erdacht und anschließend zu einem funktionalen Gefäß neu kombiniert.
Alle Arbeitsschritte erfolgen im analogen Verfahren.
1. Erste Experimente mit Porzellan werden mithilfe vorhandener Gipsformen ermöglicht. Auf deren Grundlage werden erste Gießproben hergestellt, verändert und gestalterisch weiterentwickelt.
2. Im nächsten Schritt besteht die Möglichkeit, Ton- und Gipsmodelle analog zu entwerfen. Ein rotationssymmetrischer Körper, der aus einfachen oder miteinander kombinierten geometrischen Formen besteht, wird auf der Gipsscheibe gedreht.
3. Dieser Form wird eine konkrete Funktion zugewiesen, die durch gezieltes Justieren in ein funktionales Gefäß überführt wird.
Anschließend entsteht eine Gießform aus Gips für die nachfolgende Herstellung eines Porzellanprodukts.
Projektübersicht / Arbeitsschritte
Kennenlernen der Herstellungsprozesse
Recherche zur kulturellen Bedeutung der Zahl 3
Entwurf von drei geometrischen Grundformen
Drehen eines Körpers auf der Gipsdrehscheibe
Gestaltung einer dreidimensionalen Form / Fertigstellung eines Modells
Erstellung einer Gipsform
Umsetzung in Porzellan
Voraussetzungen
Interesse am Werkstoff Porzellan
Bereitschaft zu analogen Entwurfsprozessen und handwerklicher Arbeit
Teilnahme an praktischen Übungen (Formbau, Porzellangießen)
Selbstständiges Arbeiten in der Werkstatt
Freude am Experimentieren
Sorgfältige, intensive und systematische Arbeitsweise
Ablauf
24.10. Einführung/ Präsentation /Erste Experimente
7.11. erste Gießexperimente und Zusammensetzen
14.11. Gießen einfacher geometrischen Formen / Drehen in Gips
21.11. Drehen in Gips
28.11. Drehen in Gips
5.12. Exkursion
12.12. Projektbesprechung / Veränderungen der entworfenen Gipsobjekte
19.12 Formenbau
9.01. Gießen
16.01 Gießen
23.01 Glasieren
30.01. Präsentation / DDS
Integriertes Design
WM Grundlagen-Aufbau – 2d/3d Entwerfen
Wintersemester 2025 / 2026
Freitag, 10:00 – 12:00
24.10.2025
Projekt, Präsentation
Abgeschlossenes Projekt, ausgeführt in Porzellan
30.01.2026
30.01.2026
Plastische Werkstatt
Februar 2029