In seiner Funktionalität auf die Lehre in gestalterischen Studiengängen zugeschnitten... Schnittstelle für die moderne Lehre
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„Generation Angst“? Generation Gestaltung
Thema Schutz
Unser Alltag ist von vielfältigen Herausforderungen geprägt. Die Vielzahl, Komplexität und Tragweite von politischen, ökonomischen, ökologischen, technologischen und gesundheitlichen Problemstellungen erscheint allgegenwärtig und oft überwältigend. Drängende Fragestellungen - etwa zu Digitalisierung, Nachhaltigkeit oder Informationshoheit - erfordern sowohl auf individueller als auch gesellschaftlicher Ebene konkretes Handeln und Entscheidungen. Fast reflexartig wird jungen Generationen bereits eine hohe Verantwortung zugeschrieben. Dabei stehen sie selbst, nicht zuletzt angesichts wachsender Online-Präsenz, vor der anspruchsvollen Herausforderung, sich gegen Isolation und Dissoziativität zu behaupten (vgl. „Generation Angst“ von Jonathan Haidt, 2025).
Gestalter und Gestalterinnen haben die Möglichkeit, einer solchen potentiell belastenden Ausgangssituation professionell zu begegnen. Denn Gestaltung kann durch eine inhärent prospektive, produktive, vernetzende, flexible und mitunter nicht logische Vorgehensweise unvorhergesehene Lösungen hervorbringen. Durch die Fähigkeit zur Gestaltung und deren kreativen Ausprägung sind wir Menschen in der Lage Möglichkeitsräume zu eröffnen und durch die Entwicklung von Alternativen neue Handlungsoptionen zu entfalten, die die Lebensqualität verbessern.
Vor diesem Hintergrund konzentriert sich die Projektarbeit in diesem Semester auf das Thema Schutz. Über auf bereits erfolgte oder absehbare Bedrohungen und gegebene Umstände hinaus richten wir im Kurs den Fokus weniger auf dessen abschirmende und abwehrende Dimension, sondern viel mehr proaktiv auf die Eigenwirksamkeit, Eigenständigkeit und Gestaltungsfreiheit menschlicher wie auch nicht-menschlicher Akteure.
Wir untersuchen die unterschiedlichen Dimensionen und Bedeutungen von Schutz: Wo gelingt er gut, wo nicht? Was gilt es zu schützen und aus welcher Motivation heraus? Wie lässt sich Schutz fernab von Hierarchie und Bevormundung denken?
Neben der Auseinandersetzung mit aktuellen Entwicklungen im Design sprechen wir mit einem Soziologen, einer Psychologin und einer Biologin. Darüberhinaus finden kleinere Exkurse in das KI-Werkzeug Raven sowie die Prototyping-Methoden des Spacelabs statt. Ziel ist es, fortlaufend in Modellen zu denken, diese iterativ zu erproben und schließlich einen hochwertigen Prototypen in Form eines Objektes oder einer digitalen Anwendung zum Thema Schutz zu entwickeln, der am Ende präsentiert und ausgestellt wird.
Integriertes Design
GP Produktdesign / Gebrauchsgüterdesign
Sommersemester 2026
Donnerstag, 10:00 – 17:00
23.04.2026
Projekt, Präsentation
16.07.2026
30.07.2026
01.102
August 2030