In seiner Funktionalität auf die Lehre in gestalterischen Studiengängen zugeschnitten... Schnittstelle für die moderne Lehre
In seiner Funktionalität auf die Lehre in gestalterischen Studiengängen zugeschnitten... Schnittstelle für die moderne Lehre
Am Anfang des Kurses hatten wir die Idee, einen Werbeclip für ein Altenheim zu filmen. Dieser sollte ähnlich wie die Serie „Die Discounter“ ein paar humorvolle Elemente im Altenheim-Alltag zeigen. Leider bekamen wir jedoch zu spät eine positive Rückmeldung, weshalb wir die Idee fürs Erste verworfen.
Dadurch kamen wir auf die Idee, uns mit dem Thema Stalking zu beschäftigen und damit, wie wir die Zuschauenden manipulieren können. Der Anreiz dazu stammt aus der Black Mirror Folge Shut Up and Dance (Staffel 3, Folge 3), wobei erst zum Ende enthüllt wird, dass das vermeintliche Opfer in Wirklichkeit ein Täter ist.
Für die Recherche suchten wir mehrere Fälle der letzten 20 bis 30 Jahre heraus und verglichen diese miteinander. Dabei stellten wir fest, dass der Wechsel des Wohnorts kein Hindernis für Stalker darstellt und dass selbst nach scheinbar Ruhe alles wieder von vorne beginnen kann.
Aus diesem Anlass heraus entschieden wir uns, dieses Szenario als Grundlage für unsere Story zu nutzen.
Der Großteil unserer Planung erfolgte über ein Miroboard, auf dem wir alle Daten hinsichtlich Schauspielenden, Requisiten und Locations sammelten.
Die Auswahl der Schauspielenden fiel am Anfang etwas schwer, da mehrere Personen zur Auswahl standen, diese jedoch häufig nicht allzu flexibel einzuplanen waren. Weshalb unsere Wahl auf Hannes und Lucy fiel. Damit wir einen größeren zeitlichen Abstand darstellen konnten, nutzten wir die Kleiderschränke von Hannes und Lucy und suchten mehrere passende Outfits für die unterschiedlichen Locations. Hannes bekam abseits der Outfits auch eine neue Haarfarbe.
Das Locationsscouting hat im Großen und Ganzen sehr gut geklappt, bestand zum Teil aber auch aus längerem Warten und etwas Ungewissheit, ob die jeweilige Location steht.
Auch dieses Projekt haben wir wieder mit einer RED gefilmt, da wir diesmal die anamorphen Objektive (Atlas Orion) verwenden wollten. Diese bringen einen unweigerlichen Kino-Look mit sich, welcher sich beim Wechsel des Fokuses innerhalb einer Szenerie oder auch beim Filmen von Lichtquellen mit weit geöffneter Blende, durch horizontale Lens-Flares zeigt.
Damit wir in allen Situationen den Fokus sauber ziehen konnten, hatten wir zudem einen externen Funkmonitor und eine Funkschärfe.
Für den Ton haben wir ein Richtmikrofon verwendet, welches wir direkt in die RED eingespeist haben. Jedoch war dies in einigen Shots aufgrund des verfügbaren Raums eine etwas interessante Angelegenheit, da wir uns dadurch sehr koordiniert bewegen mussten.
Beim Licht nutzten wir in den meisten Szenerien einen Amaran und einen Reflektor und arbeiteten sonst mit dem Licht der jeweiligen Location.
Für das BTS-Footage bzw. Making-of benutzen wir eine GoPro an einem Brustgurt.
Hier nochmal die gesamte Technik im Überblick:
Kamera
Objektive
Monitor
Licht
Ton
Stativ
Wir hatten insgesamt 6 verschiedene Drehtage, welche an sich alle gut liefen, jedoch häufig von kleineren Problemen geplagt waren, wie z. B. schlechtem Wetter, krankheitsbedingten Ausfällen, der Hausverwaltung oder unterschiedlichen Ansichten zur Umsetzung der Shots.
Den krankheitsbedingten Ausfall nutzten wir für Testshots, wodurch wir uns beim Dreh schnell einig waren und wussten, was wir umsetzen wollen.
Zwischen den Drehtagen, zogen wir das Material auf den Schnittplatz und reihten es nach dem Sortieren und Sichten schon grob in die Timeline bei Davinci ein. Dabei machten wir in regelmäßigen Abständen Back-ups auf einer externen SSD.
Nachdem wir das ganze Material in der Timeline hatten, machten wir einen Feinschnitt, kümmerten uns um das Sounddesign und gaben dem ganzen Projekt ein wenig Farbe.
Um Feedback der jeweiligen Zwischenstände einzuholen, nutzen wir zudem Frame.io.
Wir haben auch bei diesem Projekt wieder viele verschiedene Learnings gehabt, welche bei Testshots und besserer Zeitplanung anfangen und mit angepassterer zwischenmenschlicher Kommunikation enden.
Den Film wollen wir nach einer kleinen Überarbeitung wahrscheinlich noch bei kleineren Wettbewerben einreichen.