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Madame Toska

In einem vom Krieg zerstörten Land wachsen ein großer Bruder und seine kleine Schwester gemeinsam auf. Eines Tages beschließt der Bruder, der Gewalt zu entkommen, und verlässt seine Schwester, um sich auf eine ungewisse Flucht zu begeben. Seine Reise führt ihn durch traumartige Welten, in denen Realität und Fantasie miteinander verschmelzen.

Zunächst durchquert er ein endloses Rapsfeld, in dem er einem Engelsmädchen begegnet, das ihm seine Flügel schenkt. Danach gelangt er an einen verlassenen Strand,wo eine junge Frau den Sand staubsaugt und ihn zu einer ungewöhnlichen Mahlzeit einlädt, die lediglich aus einer Zigarette besteht. Im nächsten Abschnitt seiner Reise betritt er einen gigantischen Boxring, in dessen Fernseher er Zeuge seines eigenen Todes wird. Schließlich erreicht er genau den Ort, an dem dieses Schicksal eintreten soll. Doch bevor er seinem Ende begegnet, wird er vom Gesang der geheimnisvollen Madame Toska in ein Theater gelockt. Dort nimmt er als Zuschauer ihrer Vorstellung Platz. Als sich ihre Blicke begegnen, erkennt sie ihn und ist tief bewegt.

Zwischen Krieg,Flucht und surrealen Begegnungen erzählt der Film von Verlust,Hoffnung und Trauer der

Konzept & Idee

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Perspektiven des Konzeptes

Die zwei Erzählebenen des Films

Das Filmkonzept basiert auf zwei Perspektiven: einer ausgesprochenen und einer unausgesprochenen Erzählebene.

Die unausgesprochene Perspektive

Während der Film die Reise des großen Bruders zeigt, erzählt er zugleich eine zweite Geschichte, die nie direkt ausgesprochen wird: die Geschichte der zurückgelassenen Schwester.

Nachdem ihr Bruder aus dem Kriegsgebiet geflohen ist, bleibt sie allein zurück. Mit den Jahren wächst nicht nur die Distanz zwischen ihnen, sondern auch ihre Sehnsucht nach ihm. Da sie nie wieder etwas von ihm hört, glaubt sie schließlich, er sei gestorben. Sie beginnt, um ihn zu trauern, ohne Gewissheit über sein Schicksal zu haben.

Trotz dieses Verlustes geht sie ihren eigenen Weg. Aus dem kleinen Mädchen wird eine junge Frau, die ihren Traum verfolgt, Sängerin zu werden. Doch hinter ihrem Erfolg bleibt ein unerfüllter Wunsch bestehen: Sie hofft, dass ihr großer Bruder eines Tages unter den Menschen im Publikum sitzt und sie singen hört. Dieser Wunsch wird zu ihrer größten Sehnsucht und bildet den emotionalen Kern der Geschichte.

Die ausgesprochene Perspektive

Die ausgesprochene Erzählebene folgt der Reise des großen Bruders und bildet die sichtbare Handlung des Films.

Der Film eröffnet mit seinem Tod. Anschließend springt die Erzählung in die Vergangenheit und zeigt den Moment, in dem der Bruder seine kleine Schwester zurücklässt, um aus dem Kriegsgebiet zu fliehen. Auf seiner Reise durchquert er surreale, traumartige Welten und begegnet außergewöhnlichen Figuren, die ihn unbewusst auf seinem Weg begleiten und lenken.

Zu diesen Begegnungen gehören ein Engelskind, das ihm seine Flügel schenkt, eine rätselhafte junge Frau an einem verlassenen Strand sowie eine erwachsene Sängerin namens Madame Toska. Jede dieser Figuren steht für eine neue Etappe seiner kleinen Schwester.

Als der Bruder schließlich den Ort erreicht, an dem er ursprünglich sterben sollte, scheint sein Schicksal unausweichlich. Doch der Gesang von Madame Toska zieht ihn in ein Theater, in dem ihr Konzert stattfindet. Dadurch verlässt er den Ort seines vorherbestimmten Todes und entkommt seinem Schicksal.

Erst am Ende wird deutlich, dass Madame Toska in Wahrheit seine inzwischen erwachsen gewordene Schwester ist. Ohne es zu wissen, hat sie ihn mit ihrer Stimme gerettet  und ihr größter Wunsch erfüllt sich: Ihr Bruder sitzt endlich im Publikum ihres Konzerts.

Storyboard

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Dieses Storyboard diente als grobe Orientierung für die wichtigsten Ideen und Kameraeinstellungen des Films. Es wurde bewusst einfach und offen gehalten, um während der Dreharbeiten genügend Raum für kreative Spontanität und neue Ideen zu lassen. Dadurch konnten Situationen flexibel genutzt und zusätzliche gestalterische Möglichkeiten eingebunden werden.

Kameras

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Für statische Aufnahmen wurde die Nikon D5100 eingesetzt. Sie ermöglichte ruhige, klare und sauber wirkende Bilder und eignete sich besonders für Einstellungen, bei denen eine stabile Kameraführung und ein aufgeräumter Bildlook im Vordergrund standen.

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Für dynamische Bewegungsaufnahmen wurde die Sony DCR-SR290 verwendet. Durch ihren charakteristischen Bildlook erzeugt sie eine nostalgische, verträumte Ästhetik und verleiht den Aufnahmen eine besondere Stimmung. Sie wurde gezielt eingesetzt, um Bewegung emotional und lebendig wirken zu lassen.

Requisiten/Kostüme

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Für die Ausstattung des Films wurden verschiedene Requisiten und Kostüme organisiert. Im Theater lieh ich die Kostüme für die Protagonisten aus, darunter Engelsflügel, ein Nachthemd, Steppschuhe sowie Blumen

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Für die Feldszene mit dem Engelsmädchen wurde außerdem ein Trampolin angeschafft.

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Zusätzlich wurde ein alter Fernseher vom Sperrmüll beschafft und grün lackiert, damit sein Bildschirm später als Greenscreen genutzt werden konnte.

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Darüber hinaus mussten weitere Requisiten wie ein Tisch, Stühle und ein Staubsauger organisiert und zu den Drehorten transportiert werden. Für den Transport dieser größeren Gegenstände war Till verantwortlich.

Darsteller/Charaktere

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Großer Bruder (Johannes Klepsch)

Der große Bruder sollte von einem Darsteller im Alter von etwa 18 bis 20 Jahren gespielt werden. Er sollte einen aktiven, energiegeladenen und zugleich reifen Eindruck vermitteln, da er die zentrale Figur der Geschichte ist und den beschwerlichen Weg auf sich nimmt.

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Kleine Schwester (Jasmin Schötzig)

Die kleine Schwester, gespielt von Jasmin Schötzig, sollte nicht älter als sechs Jahre sein. Ihr junges Alter unterstreicht ihre Unschuld, Unerfahrenheit und kindliche Persönlichkeit.

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Engelskind (Luise Müller)

Das Engelskind,gespielt von Luise Müller gespielt,soll ein etwas älteres Kind darstellen welches als Engel ihren Bruder Besucht

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Junge Frau am Strand (Anita Snegur)

Die junge Frau am Strand, gespielt von Anita Snegur, stellt die kleine Schwester in ihren mittleren Zwanzigern dar. Sie symbolisiert ihre persönliche Entwicklung zu einer selbstständigen und erfahrenen Frau. Ihre Aufgabe ist es, ihrem großen Bruder auf seinem Weg Nahrung mitzugeben und ihn damit zu unterstützen.

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Sängerin Madame Toska (Ania Tasarz)

Die Sängerin Madame Toska, gespielt von Ania Tasarz, verkörpert die älteste Version der kleinen Schwester. Kurz vor dem Tod ihres Bruders versucht sie, ihn mit ihrem Gesang zu retten. Am Ende des Films erkennt sie ihren Bruder im Publikum wieder und ist glücklich, ihn dort zu sehen.

Settings & Drehtage

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1. Drehtag – Altes Theater Dessau

Für die Schlussszene des Films fragte ich beim Alten Theater Dessau an, ob dort Dreharbeiten möglich wären. Christian Loos stellte uns die Bühne für drei Stunden zur Verfügung und unterstützte das Team zusätzlich bei der Lichtgestaltung. Dadurch konnte die finale Konzertszene unter professionellen Bedingungen umgesetzt werden

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2. Drehtag – PSV Dessau

Der zweite Drehtag fand in der Sporthalle des PSV Dessau statt. Vor Drehbeginn standen uns zwei Stunden zur Verfügung, um das Set aufzubauen, die Requisiten einzurichten und die Technik vorzubereiten. Beim Transport des Equipments und der Requisiten unterstützten mich Till und Robin.

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3. Drehtag – Mehrere Drehorte

Der dritte Drehtag umfasste drei verschiedene Locations. Zunächst wurden in der alten Kaserne in Möhlau die Balkon- und Fluchtszenen gedreht um eine gewisse Kriegsstimmung zu erzeugen. Anschließend wechseltn wir zu einem ehemaligen Kriegslager in Oranienbaum, wo weitere Flucht sowie Naturszenen entstanden. Den Abschluss bildete Kühnau, wo die Feldszenen mit dem Camcorder zwischen den Mohnblumen aufgenommen wurden. Die unterschiedlichen Schauplätze verliehen den einzelnen Szenen jeweils eine eigene Atmosphäre.

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4. Drehtag – Strand

Der vierte Drehtag fand am Strand statt. Vor Ort waren Johannes, Till, Anita und ich. Die größte Herausforderung bestand darin, sämtliche Requisiten und das Filmequipment zum Drehort zu transportieren. Dank des Transporters von Till konnten die benötigten Gegenstände problemlos an den abgelegenen Spot gebracht werden.

Die Wahl der Location war entscheidend, da der Strand einen offenen, weitläufigen Hintergrund bot und dadurch die gewünschte Atmosphäre von Freiheit und Weite erzeugte. Nur wenige Meter entfernt befand sich zudem eine große Grasdüne. Dort entstand eine zentrale Einstellung, in der Johannes mit seinen Engelsflügeln einen Hügel von links nach rechts überquert. Diese Szene verstärkte die symbolische und emotionale Bildsprache des Films.

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5. Drehtag – Kalbe

Am fünften Drehtag fuhren wir gemeinsam mit Luise und Johannes nach Kalbe. Das Feld wurde mir von Alicia Barm empfohlen, da sich die Landschaft weit bis zum Horizont erstreckt und dadurch ein Gefühl von Unendlichkeit vermittelt. Diese Kulisse eignete sich ideal für die Szenen mit dem Engelsmädchen.

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6. Drehtag – VorOrt-Haus

Der sechste Drehtag fand im VorOrt-Haus statt. Diese Location wurde bewusst ausgewählt, da sie eine ähnlich heruntergekommene und beschädigte Atmosphäre wie die alte Kaserne in Möhlau aufweist. Dadurch sollte dem Publikum vermittelt werden, dass der Balkon in der Kaserne und das Zimmer der kleinen Schwester symbolisch denselben Raum darstellen. Die ähnliche Gestaltung der beiden Schauplätze unterstützt die visuelle Verbindung zwischen den Szenen und trägt zur Bildsprache des Films bei.

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7. Drehtag – Depot

Der letzte Drehtag fand im Depot statt. Dort entstanden die Anfangs- und Schlussszenen des Films. Gesucht wurde ein Ort mit kahlen weißen Wänden und einer industriellen Atmosphäre, um einen reduzierten, sachlichen und zugleich eindrucksvollen Bildlook zu erzeugen.

Symbole & Poesie

Symbole und Poesie in den Szenen des Films Madame Toska

Der Film arbeitet bewusst mit symbolischen Bildern und poetischen Motiven. Viele Gegenstände, Orte und Handlungen besitzen eine tiefere Bedeutung und unterstützen die emotionale sowie erzählerische Ebene der Geschichte.

1. Der Name „Toska“

Der Titel Madame Toska bezieht sich nicht ausschließlich auf die italienische Oper Tosca, obwohl auch dort ein Geschwisterdrama und der Tod eines Bruders thematisiert werden. Entscheidend ist die Bedeutung des russischen Wortes „Тоска“ (Toska), das Gefühle wie Sehnsucht, Trauer, Nostalgie und Melancholie beschreibt. Der Name fasst die emotionale Grundstimmung des Films sowie die Gefühlswelt der kleinen Schwester zusammen.

2. Die Steppschuhe

Die Steppschuhe betonen die lauten Schritte des Bruders. Jeder Schritt erinnert akustisch an den Lärm des Krieges und verdeutlicht, dass sein Weg von Gewalt und Bedrohung geprägt ist.

3. Die blutige Blume

Die Blume, auf der Blut erscheint, symbolisiert die schrittweise Konfrontation des Lebens mit dem Tod. Sie zeigt, wie etwas Schönes langsam von Gewalt und Vergänglichkeit überschattet wird.

4. Das Schwert

Das Schwert ist ein archetypisches Symbol für Krieg, Kampf und Gewalt. Es macht den Moment sichtbar, in dem der Bruder unmittelbar mit dem Tod konfrontiert wird.

5. Das Hornsignal „Hejnał“

Das gespielte Hornsignal basiert auf dem polnischen Hejnał. Der Legende nach warnte ein Trompeter seine Burg vor einem feindlichen Angriff. Obwohl er während des Spielens von Pfeilen getroffen wurde, spielte er weiter und konnte die Menschen rechtzeitig warnen. Dieses Motiv steht im Film für Mut, Opferbereitschaft und Hoffnung.

6. Der Fernseher

Der Fernseher ist ein stiller Beobachter des Geschehens. Gleichzeitig fungiert er als Portal zwischen zwei Welten und markiert den Übergang in eine neue Realität.

7. Natur und Kriegsgeräusche

Die ruhigen Naturbilder stehen im starken Kontrast zu den hörbaren Kriegsgeräuschen. Dadurch wird verdeutlicht, dass Krieg nicht immer sichtbar sein muss, aber dennoch ständig präsent sein kann.

8. Die Mauer

Die Mauer, an der der Bruder innehält, wurde bewusst gewählt, um einen starken Kontrast zur anschließenden Feldszene zu schaffen. Sie symbolisiert eine Grenze zwischen Enge und Freiheit.

9. Das Feld

Das offene Feld steht einerseits für Freiheit und Hoffnung. Andererseits erinnert seine Farbgestaltung an die ukrainische Flagge und verweist damit auf den thematischen Hintergrund des Films.

10. Die Engelsflügel

Die Engelsflügel symbolisieren Kraft, Freiheit und Hoffnung. Gleichzeitig stehen sie für den Himmel und lassen sich somit auch als Hinweis auf den Tod oder den Übergang in eine andere Welt interpretieren.

11. Die auf dem Kopf stehende Welt

Die gedrehte Perspektive verdeutlicht, dass die Reise des Bruders zunehmend surreal wird. Er verlässt seine vertraute Welt und bewegt sich durch neue, symbolische Ebenen der Geschichte.

12. Die Feder im Mohnblütenfeld

Die Feder steht für Freiheit und Leichtigkeit. Wie sie sich vom Wind treiben lässt, folgt auch der Bruder seinem Schicksal und hinterlässt auf seinem Weg Spuren.

13. Die Überquerung des Hügels

Die Szene, in der der Bruder den Hügel mit den Engelsflügeln überquert, symbolisiert seinen Lebensweg. Gleichzeitig bleibt offen, ob er sich zwischen Himmel und Erde oder bereits in einer anderen Existenzebene befindet.

14. Der Staubsauger am Strand

Der Staubsauger symbolisiert die Sisyphusarbeit der Schwester. Sie ist in ihrer Trauer gefangen und versucht vergeblich, ihre Gedanken zu ordnen. Erst als der Bruder erscheint, endet dieser endlose Kreislauf. Beide setzen sich gemeinsam an einen Tisch, wodurch Versöhnung und innerer Frieden entstehen.

15. Das Lied „Two Colors“

Während der Tischszene erklingt das Lied Two Colors, gesungen von einem Mann. Dies deutet bereits an, dass die Schwester eine enge Verbindung zur Musik besitzt und später selbst Sängerin werden möchte.

16. Die Zigarette

Die Zigarette steht für Ruhe, Freiheit und einen Moment des Innehaltens. Sie symbolisiert außerdem eine Form der Verständigung, bei der keine Worte notwendig sind.

17. Der Boxring

Der Boxring symbolisiert den inneren Kampf zwischen Leben und Tod. Der Bruder sieht sich selbst im Fernseher sterben und wird dadurch wieder an den Anfang seiner Reise zurückgeführt.

18. Das rückwärts abgespielte „Hejnał“

Das rückwärts abgespielte Hornsignal verdeutlicht, dass der Bruder zum Ausgangspunkt seiner Reise zurückkehrt – zu dem Moment seines Todes.

19. Der Gesang von Madame Toska

Madame Toska stellt die erwachsene Weiterentwicklung der Schwester dar. Während die jüngere Schwester ihre Gefühle noch durch Handlungen ausdrückt, verarbeitet die erwachsene Schwester ihre Trauer durch den Gesang. Im Lied stehen die Farben Rot für Liebe und Schwarz für Trauer. Am Ende erkennt sie ihren Bruder im Publikum wieder. Dadurch wird deutlich, dass sie das Lied nicht länger als Ausdruck ihres Verlustes singen muss, sondern ihren inneren Frieden gefunden hat.

Fazit

Reflexion zur Organisation und Umsetzung

Da ich das Projekt weitgehend alleine geplant und organisiert habe, hatte ich viele kreative Freiheiten bei der Entwicklung des Konzepts und der Umsetzung der Ideen. Gleichzeitig konnte ich mir ausreichend Zeit für die Organisation nehmen und Ausweichtermine einplanen, um flexibel auf unvorhergesehene Situationen reagieren zu können.

Eine Herausforderung war der Transport des Equipments und der Requisiten, dessen Aufwand ich zu Beginn unterschätzt hatte. Rückblickend wurde deutlich, wie wichtig eine frühzeitige und detaillierte Transportplanung für einen reibungslosen Ablauf ist.

Während der Dreharbeiten war es entscheidend, die bereits geplanten Schlüsselszenen und Kameraeinstellungen konsequent umzusetzen und gleichzeitig genügend Raum für spontane Ideen zu lassen. Deshalb mussten die wichtigsten Aufnahmen stets priorisiert werden, damit sie auch bei Zeitdruck sicher im Kasten waren.

Besonders anspruchsvoll war es, die vielen Aufgaben gleichzeitig zu koordinieren. Ich war sowohl für die Regie und die Anweisungen an die Darsteller als auch für Kamera, Licht, Drehplanung, Requisitenorganisation und die Anreise zu den verschiedenen Drehorten verantwortlich. Diese Vielzahl an Aufgaben machte die Drehtage sehr intensiv und erforderte eine gute Organisation.

Ohne die Unterstützung meiner Freunde wäre die Umsetzung des Films in diesem Umfang nicht möglich gewesen. Sie halfen unter anderem beim Transport, beim Aufbau, bei organisatorischen Aufgaben und während der Dreharbeiten. Ihre Unterstützung trug wesentlich dazu bei, dass das Projekt erfolgreich realisiert werden konnte.

Beteildigte Personen

Piotr Kajdanski

Johannes Klepsch

Mailin Schötzing

Luise Müller

Anita Snegur

Ania Tasarz

Christian Loos

Juliane Naumann

Alicia Barm

Till Hemmann

Fertiger Film

Ein Projekt von

Fachgruppe

Integriertes Design

Art des Projekts

Studienarbeit im ersten Studienabschnitt

Betreuer_in

foto: Prof Rochus Hartmann

Zugehöriger Workspace

GP 4D Moving Image - Poesie ist Kompression, Kurzfilme

Entstehungszeitraum

Sommersemester 2026