Incom ist die Kommunikations-Plattform der Hochschule Anhalt Fachbereich Design

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GP 4D Moving Image

Im Kurs haben wir uns mit dem Thema Kompression auseinandergesetzt und untersucht, welche Bedeutung sie als gestalterisches Mittel besitzt. Dabei ging es darum, wie Inhalte, Zeit und Informationen verdichtet werden können, ohne dass ihre wesentliche Aussage verloren geht. Wir haben gelernt, dass Kompression nicht nur eine Verkürzung bedeutet, sondern durch das gezielte Weglassen von Unwichtigem den Fokus auf das Wesentliche lenkt. Um dieses Prinzip praktisch zu erproben, haben wir eine Übung durchgeführt, bei der wir eine alltägliche Handlung aufgenommen haben und diese dann noch einmal stark reduzieren sollten. Ziel war es, mit so wenigen Schritten wie möglich dennoch verständlich zu vermitteln, was passiert, und dabei die Wirkung der Handlung zu erhalten.

Idee & Storyboard

Nach der Themenfindung haben wir uns dazu entschieden, gemeinsam an einem Projekt zu arbeiten. Unsere Idee war es, lediglich eine geschlossene Tür zu zeigen, hinter der sich das Leben eines Paares abspielt. Von außen wirkt ihre Beziehung zunächst ganz normal. Im Verlauf weniger Tage entwickelt sich die Situation jedoch zu einer Form häuslicher Gewalt. Dadurch soll deutlich werden, dass sich solche Entwicklungen oft im Verborgenen abspielen und für Außenstehende zunächst nicht erkennbar sind.

Da der Fokus unseres Films auf den Tonaufnahmen liegt, mussten wir uns überlegen, wie wir die Handlung ausschließlich durch Dialoge, Geräusche und Stimmungen verständlich erzählen können. Anschließend erstellten wir ein Storyboard, in dem wir den Ablauf der Szenen, die zeitliche Entwicklung und die Tonereignisse festhielten. So konnten wir bereits vor dem Dreh überprüfen, ob die Geschichte schlüssig erzählt wird und die gewünschte Wirkung erzielt.

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Skript

Da der Film ausschließlich von den Dialogen und Hintergrundgeräuschen lebt, musste das Skript die Emotionen und die Eskalation der Beziehung glaubwürdig transportieren. Dabei war es uns wichtig, unterschwellige Formen von psychischer Gewalt und Manipulation einzubauen, die sich im Verlauf der Handlung immer weiter verstärken.

Nach der Feedbackrunde im Kurs stellten wir jedoch fest, dass unser erstes Skript die Eskalation noch nicht deutlich genug zeigte und die Konflikte zu harmlos wirkten. Deshalb überarbeiteten wir die Dialoge, wählten realistischere Streitthemen und legten den Fokus stärker auf kontrollierendes und manipulatives Verhalten eines Partners. Das zweite Skript wurde entsprechend angepasst und zeigte eine deutlich intensivere Entwicklung, wodurch die Eskalation für das Publikum nachvollziehbarer wurde.

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Technik

Da wir in einem schmalen Hausflur gedreht haben, benötigten wir für die Sony-Kamera ein Weitwinkelobjektiv. Dadurch konnten wir möglichst viel von der Wohnungstür erfassen und gleichzeitig einen interessanten Bildausschnitt wählen. Für die Tonaufnahmen verwendeten wir außerdem ein Richtmikrofon in Verbindung mit einem Audiorekorder, um die Dialoge möglichst klar aufzuzeichnen und störende Hintergrundgeräusche zu minimieren.

Zusätzlich liehen wir uns eine kleine Lichtröhre aus, mit der wir unterschiedliche Lichtstimmungen erzeugen konnten. So war es möglich, verschiedene Tageszeiten wie Morgen, Nachmittag oder Abend zu simulieren, obwohl alle Szenen am selben Drehtag entstanden. Dadurch wurde die spätere Farbkorrektur und Nachbearbeitung in der Postproduktion deutlich erleichtert.

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Ergebnis

Fachgruppe

Integriertes Design

Art des Projekts

Keine Angabe

Betreuer_in

foto: Prof Rochus Hartmann foto: Prof Rochus Hartmann

Zugehöriger Workspace

GP 4D Moving Image - Poesie ist Kompression, Kurzfilme

Entstehungszeitraum

Sommersemester 2026