In seiner Funktionalität auf die Lehre in gestalterischen Studiengängen zugeschnitten... Schnittstelle für die moderne Lehre
In seiner Funktionalität auf die Lehre in gestalterischen Studiengängen zugeschnitten... Schnittstelle für die moderne Lehre
Wir haben ein freies Großprojekt unter der Leitung von Prof. Hartmann angemeldet. Das Ergebnis und den Weg dahin, findet ihr hier :) Viel Spaßßßß
Wie in jedem Projekt starten auch wir mit einer Idee und Konzept Phase welche aus Folgenden Schritten bestand:
- Research mit Außeinandersetzung des Themas
- Ideen Brainatorm hin zur Finalen Idee mit Logline
- Außarbeitung der Idee - Script, Storyboard, Drehbuch
- Erstellen einer Shotlist
Im Research Teil setzten wir uns mit zuerst mit dem Kursgegebenen Thema Poesie außeinander. Hierzu dekte jede Person von uns einen Themenbereich ab, zu dem diese dann, einen Minipitch vorbereitete und einer gemeinsamen Sitzung trugen wir alles zusammen, damit alle auf einem Stand sind. Mit dem gewonnenen Wissen entschieden wir uns, die uns aufgrund des selbst organisierten Projekts gegebene Freiheit zu nutzen und uns ein wenig vom Thema zu entfernen und dieses eher oberflächlich einzubinden. Da uns dies mehr Freiheit in der Ideenfindung gibt.
Beim Ideenbrainstorm versuchten wir zu definieren in welche Richtung unser Film gehen soll. Hier einigten wir uns darauf das wir gerne eine Erzähler - Protagonisten Dynamik erzeugen wollen. Quasi eine Erzählfigur schaffen, die die 3. Wand bricht und als direkter Gegenspieler zum Protagonist agiert. Jetzt ging es nur noch um den Inhalt dieser Visuellen Außeinandersetzung. Hier trugen wir verschiedene Ideen zusammen und entschieden uns für die Version die wir jetzt verfilmt haben und setzten die Logline :
Der Erzähler hat dem Protagonisten die Schuhe geklaut. Um die Tat zu vertuschen lässt er alle Schuhe der Geschichte verschwinden. Der Protagonist kommt ihm langsam auf die Schliche und übt schließlich Rache.
Darauf folgend waren mehrere Sitzungen an denen wir die Idee aus definierten. Wir erstellen zuerst ein Storry Board weil wir in der Visuellen Sprache dessen besser als Gruppe kommunizieren konnten und somit schneller eine Gemeinsame Vison vom Film entwickeln konnten. Zur gleichen Zeit wurde das Script erstellt. Basierend auf dem wurde dann der Dialog verfasst. Hier war es vorerst wichtig die Charakter auszuschreiben um dann im Dialog authentischere Texte zu verfassen. Script, Story Board und Dialog wurde nun noch in einem Drehbuch zusammengefasst. Welches uns sowie den Darstellenden als Grundlage der Kommunikation am Set diente.
Um jetzt den Dreh bestmöglich vorzubereiten fehlt noch die Shotliste. Hierzu fertigten wir eine Tabelle für jeden Drehtag an. Diese beinhaltete spalten mit Drehzeiten, Szeneninhalt, Technik, Darsteller, Probs, etc.
Nachdem wir diese Phase abgeschlossen hatten begannen wir zu drehen.
Die Rollenverteilung ging leicht von der Hand. Noch bevor dem ersten Meeting hat sich jeder mindestens 2 Wunschrollen ausgesucht, und diese in eine Tabelle eingetragen. Beim ersten Meeting haben wir uns diese Tabelle angeguckt, über die Besetzung der Rollen geredet und schließlich uns entschieden, wer was macht.
Da wir alle unsere Wunschrollen einnehmen konnten, hat es auf jeden Fall gut geklappt :)
Durch die Größe des Teams und die Rollenverteilung konnten wir ähnlich wie bei einer großen Produktion arbeiten. Was uns ermöglichte, jeweils eine Person für Licht, Sound, Kamera und Fokus einzuteilen. Damit konnten wir die ausgeliehene Technik umfangreich nutzen und jeder konnte sich, dadurch auf sein Aufgabengebiet konzentrieren.
Wir nutzten:
Die Drehtage bei einem so umfangreichen und großen Projekt, wie unserem, waren lang, anstrengend und vor allem waren es VIELE.
Die Planung die in jeden Drehtag floss, war immens, aber 110% nötig um überhaupt eine Chance zu haben, den Überblick zu behalten. Vor jedem Drehtag wurde eine individuelle Shotlist erstellt, hier führten wir Szene, Szenenbeschreibung, Drehort, Zeit, Licht, Ton, Darsteller, Probs und Notizen auf. Neben der Shotlist waren auch an jedem Tag, Storyboard & Drehbuch dabei, für Darsteller*inne/Statist*innen, genau wie für Regie, Produktion etc.
Zur Planung gehört natürlich auch Koordination der Darsteller*innen und Statist*innen. Da wir in diesem Projekt einen Hauptdarsteller von außerhalb hatten, mussten wir uns vollkommen nach ihm richten, welches uns in der Planung aber vor allem Flexibilität eingeschränkt hat. Dementsprechend mussten wir auf alles vorberietet sein ;)
An den Drehtagen selbst haben wir uns immer mindestens eine Stunde, wenn nicht mehr, vor dem Start getroffen, um alles einmal durchzugehen, aufzubauen und uns vorzubereiten. Wir haben an vielen verschiedenen Locations, mit verschiedener Technik gedreht, also war kein Set Up wirklich gleich.
Zusammenfassend war es ein Monster Aufwand die Drehtage auf die Beine zu stellen, und nach jeden Tag war man einfach nur geschafft. Da wir fast 15 Drehtage hatten, war das quasi ein Dauerzustand. Trotzdem haben die Tage Spaß gemacht, waren aufschlussreich und man war super glücklich wenn der Shot den man geplant hat, dann ins Leben kam :)
Ich (Basti) habe mich dieses Semester viel mit Color Grading auseinandersetzen können. Ich konnte mir einen eigenen Workflow mit den Nodes in DaVinci aufbauen und habe Dinge verstanden und umgesetzt wie Color Correction sowie das Verbessern und Anpassen von Hauttönen. Ich habe Farbkorrekturen angewendet und mir eine Struktur aufgebaut, die ich auch in zukünftigen Projekten nutzen kann.
Was mir allerdings auf die Füße gefallen ist, war die KI „Magic Mask“ von DaVinci. Ich habe sehr viel mit ihr gearbeitet, weil es schneller und einfacher war, als alles manuell zu maskieren. Ich hatte z. B. oft das Problem, dass sich Hautton und Hintergrund so stark ähnelten, dass es schwer war, nur die Haut mit den Standard-Tools von DaVinci zu maskieren – da hat die AI Mask einen besseren Job gemacht. Allerdings bringt dieses Tool einige Schwierigkeiten mit sich: Da der Feinschnitt noch nicht fertig war, wir aber nur noch begrenzt Zeit hatten, wurden in meinen schon gegradeten Szenen nachträglich Schnitte gesetzt, wodurch die Maske ihre Tracking-Punkte verlor. Das hat mich im Nachhinein sehr viel Zeit gekostet.
Außerdem habe ich ursprünglich auf einem anderen Rechner gearbeitet, aber als ich mein Color Grading in die Hauptdatei eingefügt hatte, waren alle Tracking-Punkte weg, was mir letztendlich das Genick gebrochen hat. Sprich: Auf die AI Mask würde ich nur noch im absoluten Notfall zurückgreifen, wenn es gar nicht anders geht, weil das Arbeiten mit ihr sehr kompliziert werden kann – vor allem, wenn der Schnitt noch nicht fertig ist. Am Ende blieb mir nicht genug Zeit, alle Fehler der AI Mask auszubessern, weswegen es im Film zu flackernden Elementen kommt. Lesson learned.
Da dieser Film deutlich länger ist als die meisten Projekte, an denen wir bisher gearbeitet haben, lag der Fokus im Schnitt diesmal besonders darauf, eine natürliche Balance zwischen den kürzeren und längeren Szenen zu finden. Gleichzeitig war es wichtig, das Pacing durchgehend aufrechtzuerhalten, damit die Erzählgeschwindigkeit nicht zu langsam wirkt und der Film die Aufmerksamkeit der Zuschauer behält. Vor allem in den Montagen musste die Handlung zügig vorangebracht werden, da die Originalaufnahmen teilweise sehr lang waren. Hätten wir diese Szenen nicht entsprechend gekürzt, hätten sie den Film eher ausgebremst und den Erzählfluss gestört. Deshalb wurde das Material sehr konsequent ausgewählt und verdichtet. Von ein bis zwei Stunden Rohmaterial pro Drehtag haben es am Ende oft nur etwa drei bis vier Minuten in den fertigen Film geschafft.
Schon während des Drehs begannen wir, die separat aufgenommenen Sounddateien zu ordnen und beschriften. Danach arbeiteten wir abwechselnd mit Schnitt und Colorgrading und synchronisierten zunächst alle Clips, fügten Soundeffekte und Musik ein und mischten am Ende alle Clips so, dass nichts zu leise oder zu laut klingt und der ganze Film eine einheitliche, angenehme Lautstärke hat. Im Prozess sind wir auf einige Schwierigkeiten gestoßen, wie beispielsweise die Arbeitsteilung. Dadurch, dass Feinschnitt, Colorgrading und Sound nicht nacheinander, sondern immer abwechselnd am Projekt arbeiteten, mussten immer wieder kleine Fehler ausgebessert und Dinge angepasst werden, die uns mehr Arbeit bereiteten und am Ende auch recht viel Zeit raubten. Ein weiteres Problem war die Beschriftung der Clips, denn die Kameradateien waren anders beschriftet worden als die Sounddateien, wodurch der Synchronisationsprozess mehr Zeit als geplant in Anspruch nahm. Trotzdem hatten wir viel Spaß in der Sound-Postproduktion und haben einige neue Dinge bezüglich der Organisation, Kommunikation und Bearbeitung gelernt, die wir definitiv in zukünftigen Projekten umsetzen werden.
Da wir viele Leute waren, gibt es natürlich auch viele verschiedene Fazits. Diese sind hier zusammengefasst und unten einzeln, aufgeführt:
Das Semesterprojekt war für uns alle eine intensive und lehrreiche Erfahrung. Es hat uns einen echten Einblick in die Abläufe eines professionellen Filmproduktionsprozesses gegeben mit allen Höhen und Tiefen.
Organisation & Zeitaufwand
Der Aufwand, besonders in der Vorproduktion, Planung und Abstimmung, war deutlich größer als erwartet. Eine große Gruppe erfordert von Anfang an klare Strukturen, sonst droht Chaos. Für die Zukunft nehmen wir mit: Verantwortlichkeiten frühzeitig festlegen, Ordner- und Speicherstrukturen sauber halten und genug Puffer für unvorhergesehene Mehrarbeit einplanen.
Kommunikation & Teamarbeit
Kommunikation ist das A und O. Nicht immer lief sie rund, was zu Missverständnissen und Reibungsverlusten führte. Gleichzeitig hat uns das Projekt gezeigt, wie viel durch gutes Teamwork und gegenseitiges Vertrauen möglich wird, das Zusammenspiel aller Rollen macht am Ende den Unterschied.
Persönliche Entwicklung
Wir konnten neue Rollen ausprobieren, Verantwortung übernehmen und sind fachlich wie persönlich gewachsen. Besonders die Arbeit in kreativen Leitungspositionen und das Lösen von Problemsituationen am Set haben uns viel gegeben und großen Spaß gemacht.
Blick auf das Ergebnis
Das Endergebnis hat nicht in allen Punkten unsere Erwartungen erfüllt. Dennoch überwiegt die positive Bilanz: Wir haben gemeinsam ein komplexes Projekt gestemmt, viel gelernt und würden diese Erfahrung nicht missen wollen. Mit den gewonnenen Erkenntnissen gehen wir gestärkt in zukünftige Projekte.
Alicia
Rückblickend war es eine wertvolle Erfahrung, das Projekt durchgeführt zu haben, da ich einen tiefen Einblick in den Ablauf eines unabhängigen, professionellen Filmdrehs bekommen konnte. Eine große Erkenntnis für mich war, dass eine große Gruppe äußerst gut organisiert sein muss, da sonst schnell Chaos ausbricht.
Basti
Ich fand das Projekt inhaltlich sehr spannend und habe großen Spaß daran gehabt, mich auf meine spezifischen Rollen zu konzentrieren. Dennoch bedauere ich, dass das Endergebnis in der Gesamtbetrachtung nicht die Qualität erreicht hat, die wir uns ursprünglich erhofft hatten.
Sophie
Das Projekt war von enormem Umfang und erforderte sowohl sehr viel Vor- als auch Nachbereitung. Ich habe viel über die Bedeutung von Kommunikation und sorgfältiger Planung gelernt, auch wenn der Prozess gleichzeitig sehr anstrengend und zeitaufwändig war. Besonders gefreut hat es mich, eine neue Rolle auszuprobieren und die damit verbundenen Herausforderungen kennenzulernen. Insgesamt hat die Arbeit sehr viel Spaß gemacht und ich konnte viel dazulernen.
Hannes
Ich empfand das Projekt als sehr herausfordernd. Der Zeitaufwand war zwar im Vorfeld ungefähr abzuschätzen, erwies sich am Ende jedoch als deutlich höher, was vor allem auf die kommunikative und organisatorische Mehrarbeit zurückzuführen war. Meine persönlichen Erwartungen wurden dabei weit übertroffen: Ich wollte ein größeres Filmprojekt begleiten, mein Wissen in Produktion und Set Design vertiefen und gleichzeitig mehr über andere Rollen am Set lernen. Diese Ziele habe ich vollständig erreicht. Besonders bereichernd war die intensive Arbeit am Dialog und der darstellenden Kommunikation, die mir unerwartet viel Freude bereitete und mir einen hervorragenden Einblick in eine andere Gewerke ermöglichte. Positiv stimmt mich, dass ich auch von den übrigen Rollen viel mitnehmen konnte, was mich insgesamt sehr zufrieden auf das Projekt zurückblicken lässt.
Nadja
Aus meiner Wahrnehmung hat die ursprüngliche Rollenverteilung nicht immer reibungslos funktioniert, insbesondere in stressigen Phasen wurden Aufgabenbereiche teilweise überschritten oder unterschiedlich interpretiert. Für zukünftige Projekte wäre es daher essenziell, die Verantwortlichkeiten von Anfang an klarer zu definieren und regelmäßig zu kommunizieren. Der immense Aufwand hat mir gezeigt, dass die reine Planungsphase eines Großprojekts bereits einen eigenen, großen Arbeitsblock darstellt, wenn man einen gründlichen Prozess anstrebt. Besonders die Vorproduktion und Organisation sind zeitintensiver als erwartet. Die Suche nach Darstellenden sollte frühzeitig beginnen, mit fest eingeplanten Ersatzpersonen für Ausfälle. Leider hat meiner Meinung nach die offene Kommunikation und gegenseitige Unvoreingenommenheit nicht immer stattgefunden, was zu vermeidbaren Komplikationen führte. In meiner Rolle als Regisseurin habe ich jedoch unglaublich viel gelernt – sowohl organisatorisch als auch im Umgang mit unterschiedlichen Erwartungen, spontanen Problemen und Teamdynamiken. Die Erfahrung hat mir gezeigt, wie wichtig klare Entscheidungen, eine gute Vorbereitung und gleichzeitig Flexibilität am Set sind. Trotz aller Hürden hat die Arbeit sehr viel Spaß gemacht und ich bin vollkommen in meiner Rolle aufgegangen. Dennoch habe ich für mich erkannt, dass ich bei künftigen Projekten entweder noch strukturierter arbeiten oder die Vorgehensweise von Beginn an klarer festlegen möchte. Das Projekt hat eindrucksvoll gezeigt, was durch Teamarbeit und gemeinsames Engagement entstehen kann. Ich habe nicht nur fachlich, sondern auch persönlich sehr viel mitgenommen und ein besseres Verständnis für die verschiedenen Abläufe am Set entwickelt. Besonders bereichernd war es, Verantwortung zu übernehmen und kreative Entscheidungen treffen zu dürfen. Das Projekt hat mir gezeigt, wie wichtig Vertrauen innerhalb eines Teams ist und welchen Einfluss gute Zusammenarbeit auf die Qualität des Endprodukts hat. Ich habe gemerkt, dass mir Regiearbeit große Freude bereitet und ich mich in kreativen Leitungspositionen wohlfühle, auch wenn ich mir nicht ganz sicher bin, ob ich diese Rolle noch einmal übernehmen würde.
Anna Maria
Für die Zukunft sollten wir eine klarere Ordner- und Speicherkarten-Struktur schaffen. Zudem wäre eine bessere Kommunikation der Abläufe innerhalb der Postproduktions-Etappen wünschenswert. Positiv hervorzuheben ist, dass die Arbeit am Sound zu zweit sehr angenehm und effizient war.
Sebastian
Ich kann mich den von Nadja gemachten Punkten in weiten Teilen anschließen.